/Hamburger G20-Unruhen: Deutsche Polizei sucht nach Spanien, Italien, um Täter zu finden

Hamburger G20-Unruhen: Deutsche Polizei sucht nach Spanien, Italien, um Täter zu finden

Die Behörden in Hamburg suchen nun nach Südeuropa, um herauszufinden, wer hinter den Massenunruhen steht, die der Stadt während des G20-Gipfels letzten Sommer Schaden zugefügt haben.

Laut Innenminister Andy Grote hat die Polizei Grund zu der Annahme, dass viele der linken Militanten hinter den gewalttätigen Protesten aus Italien und Spanien stammten.

Die deutschen Behörden planen, Hilfe von ihren Kollegen in diesen Ländern in der Hoffnung zu suchen, “neuen Boden zu brechen”, sagte Grote dem Hamburger Abendblatt .

Weiterlesen : Hamburger Krawallverdächtige wurden von der Polizei in ganz Deutschland überfallen

Tausende Demonstranten reisten im vergangenen Juli nach Hamburg, um gegen den G20-Gipfel zu protestieren. Trotz etwa 20.000 Polizisten, die während des Gipfels eingesetzt wurden, tobten Gruppen von gewalttätigen Demonstranten auf den Straßen, plünderten Geschäfte und setzten Barrikaden in Brand.

Weiterlesen: Die Zahl der Hamburger G20-Aufstände beläuft sich auf Millionen

Als Reaktion darauf richtete Deutschland eine spezielle Task Force ein, um die Täter aufzuspüren. Mit Hilfe von Gesichtserkennungssoftware und Geolokalisierungsdaten durchforstet die Ermittlungsbehörde immer noch Terabytes an Polizeiaufnahmen, Videoaufnahmen und privaten Videos.

Aufschrei in Deutschland über veröffentlichte Fotos

Im Dezember, Hamburger Staatsanwälte veröffentlichte Dutzende von Fotos und Videos von den Unruhen in einem Versuch, mehr Informationen über die Demonstranten zu sammeln. Dieser Schritt führte zu einer heftigen Debatte in Deutschland. Linke Politiker sagten, die Behörden versuchten, die “Hysterie” anzuheizen. Eine linke Website veröffentlichte Bilder von Dutzenden von Polizisten, die der Brutalität als Vergeltung angeklagt waren.

Weiterlesen: Linke lassen deutsche Polizeifotos aus Hamburg frei und zornig werden

Im Gespräch mit Hamburger Abendblatt, Innenminister Andy Grote verteidigte die Entscheidung, die Fotos von Demonstranten zu veröffentlichen und warnte davor, die Hamburger Gewalt “herunterzuspielen”.

“Niemand sollte von der deutlichen Gegenreaktion der linken Szene überrascht sein”, fügte er hinzu. “Zum ersten Mal seit Monaten haben die Randalierer Grund zur Sorge.”

Nach einer Schätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Juli verursachten die Unruhen in Hamburg Schäden in Höhe von 12 Millionen Euro. Zerstörte Fahrzeuge allein beliefen sich auf rund 4 Mio. € der Gesamtsumme.

dj / km (dpa, AFP)