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Googles Cloud-Angebot für das IoT geht in die öffentliche Betaphase

Nachdem Google Cloud IoT Core bisher lediglich als private Beta lief, ist das Angebot nun allgemein zum Testen verfügbar. Der Internetriese hat die Plattform dazu um neue Funktionen erweitert und veröffentlicht erstmals die Preisvorstellung.

Auf der Hausmesse Google I/O hatte der Internetriese im Mai Google Cloud IoT Core vorgestellt. Nach einer viermonatigen Betaphase wechselt der Cloud-Dienst für Anwendungen im Internet der Dinge nun von der privaten in die öffentliche Betaphase und hat gleichzeitig einige zusätzliche Funktionen zu bieten, die wohl vor allem eine Antwort auf die Wünsche der bisherigen Tester sind.

So können Kunden nun für die Endgeräte eigene Device Keys bereitstellen, die eine Signatur ihrer Zertifizierungsstelle (CA, Certified Authority) mitbringen. Damit lassen sich unter anderem Geräte sicher anbinden, die zuvor im Offline-Betrieb den passenden Schlüssel erhalten haben. Die asymmetrische, schlüsselbasierte Authentifizierung für jedes einzelne Endgerät ohne Einbindung einer CA funktioniert alternativ weiterhin.

Eine weitere Neuerung zum Start der öffentlichen Beta ist, dass Cloud IoT Core für jedes physische Endgerät eine logische Repräsentation bereithält. Mit ihr verwaltet die Plattform die Eigenschaften und den letzten Zustand, auf die Entwickler und Administratoren auch dann zugreifen können, wenn das physische Gerät ausgefallen oder nicht verbunden ist.

Neu ist zudem die Möglichkeit der direkten HTTP-Kommunikation mit den IoT-Endgeräten statt der standardmäßigen Anbindung über das im Internet der Dinge verbreitete MQTT-Protokoll. Außerdem baut Google ein Partnernetzwerk auf, über das Drittanbieter auf die Plattform zugeschnittene Geräte bereitstellen.

Zum Start der öffentlichen Beta hat Google auch das Preismodell zunächst für den US-amerikanischen Markt vorgestellt. Der Dienst kostet pro übertragenes Megabyte zwischen 0,045 US-Cent (ab 5 TByte Volumen) und 0,45 US-Cent (bis 250 GByte Volumen). Für Prototyping-Zwecke gibt es ein kostenfreies Angebot, das auf 250 Megabyte im Monat begrenzt ist.

Weitere Details zu Cloud IoT Core finden sich im Google-Cloud-Blog. Mit dem Angebot versucht der Internetriese zum Wettbewerb aufzuschließen, der bereits seit geraumer Zeit ähnliche Angebote hat, allen voran Microsoft mit Azure IoT und Amazon mit der AWS-IoT-Plattform, aber auch IBM hat mit Watson IoT ein starkes Standbein. Sogar Oracle hat IoT bereits seit geraumer Zeit im Cloud-Portfolio.


(rme)