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Google hilft Wal-Mart-Kunden beim Einkaufen und gibt Kauftipps

Googles smarter Lautsprecher soll Bestellungen bei Wal-Mart ermöglichen.

(Bild: Wal-Mart)

Nach der angekündigten Übernahme der US-Biosupermarktkette Whole Foods durch Amazon steht die Lebensmittelbranche unter Druck. Jetzt sucht der US-Handelskonzern Wal-Mart den Schulterschluss mit Google.

Um den Anschluss an Amazon nicht zu verlieren, sucht der US-Handelsriese Wal-Mart nun den Schulterschluss mit Google. Am Mittwoch verkündeten die beiden eine Partnerschaft, um Verbraucher künftig schneller und vor allem bequemer beliefern zu können. Dabei soll unter anderem der Smartlautsprecher Google Home zum Einsatz kommen, über den Wal-Mart-Kunden per Sprachbefehl Waren ordern können.

Ab 2018 auch frische Lebensmittel

Los gehen soll es bereits Ende September. Hunderttausende Artikel könnten so bestellt werden, heißt es. Geliefert werden sollen sie ohne Versandkosten über Google Express. Ab dem kommenden Jahr soll das Angebot dann auch auf frische Lebensmittel ausgeweitet werden. Kunden sollen zudem die Wahl haben, ihre Bestellung mitunter gegen einen Preisnachlass selbst in einer der über 4700 Wal-Mart-Filialen in den USA abzuholen.

Bestehende Wal-Mart-Kunden können ihren dortigen Online-Account mit ihrem bei Google verknüpfen. Daraufhin können sie Google Assistant ihre Einkaufsliste diktieren und bekommen auf Grundlage ihres bisherigen Kaufverhaltens online, aber auch des in den Wal-Mart-Filialen personalisierte Empfehlungen. So sollen die Kunden einen Überblick über die von ihnen alltäglich benötigten Waren bekommen.

Amazon reitet voran

Die Lebensmittelbranche spürt den Druck von Amazon. Die angekündigte Übernahme der US-Biosupermarktkette Whole Foods im Juni galt vielen als Warnschuss. Der E-Commerce spielt im Lebensmitteleinzelhandel bislang nur eine kleine Rolle, da die meisten Verbraucher noch immer lieber im Laden einkaufen und auch die Belieferung von Lebensmitteln die Händler vor Herausforderungen stellt. Experten gehen davon aus, dass über kurz oder lang aber auch in diesem Segment die Grenzen zwischen on- und offline immer durchlässiger werden und viele Läden zusätzlich eine Funktion als Versandzentrum für den Online-Handel erhalten.

Aber auch Google steht mit Amazon in permanenten Wettstreit. Mit Google Home hinkt der Konzern dem Konkurrenzprodukt von Amazon hinterher. Zudem erhofft sich Google für seine Shoppingplattform Google Express einen Schub, über die Partnerfirmen ihre Produkte verkaufen und auf die auch Wal-Mart-Kunden zugreifen können. (mit Material der dpa) / (dpa) /


(anw)