/“Glasfaser only”: Mittelstand und Breitbandbranche sehen Potenzial für neue Arbeitsplätze durch Glasfaser

“Glasfaser only”: Mittelstand und Breitbandbranche sehen Potenzial für neue Arbeitsplätze durch Glasfaser

"Glasfaser only": Mittelstand und Breitbandbranche sehen Potenzial für neue Arbeitsplätze durch Glasfaser

(Bild: BREKO)

Die kommende Bundesregierung solle beim Breitbandausbau allein auf Glasfaser setzen, meinen die Verbände BVMW und BREKO.

Breitbandversorgung

Debatte: Breitband-Ausbau in Deutschland

Glasfaser-Internet ist in Deutschland ein Ladenhüter. Kein Wunder, denn Vectoring sei wirtschaftlich meist sinnvoller: Glasfaser für Alle? Welch ein Unfug!, kommentierte Ernst Ahlers – und löste damit eine heftige Debatte aus, nicht nur im Diskussionsforum. Einige Reaktionen Pro und Contra veröffentlichen wir in diesen Tagen.

Um die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft voranzutreiben, brauche der Mittelstand als “Rückgrat der deutschen Wirtschaft” flächendeckend verfügbare, hochleistungsfähige Glasfaseranschlüsse bis direkt ins Unternehmen. Das sagt der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) Mario Ohoven. Zusammen mit dem Präsidenten des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) Norbert Westfal setzt er sich laut Mitteilung dafür ein, dass die kommende Bundesregierung die Strategie “Glasfaser only” verfolgt, “um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft – und damit den Weg in die viel beschworene Gigabit-Gesellschaft – schnellstmöglich voranzubringen”.

“Noch fehlt es zahlreichen mittelständischen Betrieben insbesondere abseits der Metropolen an einem ausreichend leistungsfähigen Breitbandanschluss; in vielen Regionen herrscht sogar ‘Internet-Notstand'”, sagte Ohoven. Wenn aber die Chancen der Digitalisierung konsequent genutzt würden, könnten mittelständische Unternehmen ihren Umsatz zudem deutlich steigern. “Auf diese Weise können wir nicht nur die rund 30 Millionen Arbeitsplätze im Mittelstand sichern, sondern auch neue Arbeitsplätze in der digitalisierten Wirtschaft schaffen.”

Damit wenden sich BREKO und BVMW wieder einmal gegen VDSL2-Vectoring oder das angekündigte Super-Vectoring, aber auch die vorhandenen Kabelnetze. Sie könnten künftige Bandbreiten- und Qualitätsanforderungen nicht befriedigen. Damit meinen sie beispielsweise extrem geringe Latenz, hohe Upload-Geschwindigkeiten, hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse.


(anw)