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GitHub will attraktiver für Open-Source-Communities werden


Zahlreiche kleine Änderungen sollen die Plattform für Projektleiter und Communities attraktiver machen. Badges heben aktive und neue Contributors hervor, und der “License Picker” hilft bei der Auswahl der passenden Open-Source-Lizenz.

Die Betreiber des Online-Repository-Dienstes GitHub haben in ihrem Blog erklärt, wie sie die Plattform attraktiver für Betreiber von Open-Source-Projekten und deren Contributors gestalten wollen. Dazu haben sie in den letzten Wochen bereits zahlreiche, meist kleinere Änderungen vorgenommen, die ein Blogbeitrag zusammenfasst.

So hebt die Übersicht nun Pull Requests derjenigen, die bisher nicht zum Projekt beigetragen haben, mit einem “First-time contributor”-Badge hervor. Nach dem Akzeptieren des Pull Requests kennzeichnet GitHub Kommentare des entsprechenden Nutzers mit einem “Contributor”-Badge. Auf die Weise sollen Projektbetreiber in hitzigen Debatten auf Anhieb erkennen, wer aktiv zum Projekt beigetragen hat, um “die Signale vom Rauschen” unterscheiden zu können. Entwickler können zudem neuerdings erkennen, wenn von ihnen geblockte GitHub-Nutzer an einem bestimmten Projekt als Contributors beteiligt waren.

Ein sogenannter “License Picker” soll die Auswahl der passenden Open-Source-Lizenz vereinfachen und das bisherige Konzept der Lizenzvorlagen ergänzen. Er zeigt eine Übersicht der verbreiteten Lizenzen und zu den einzelnen jeweils eine kurze Liste der Bedingungen, Einschränkungen und Berechtigungen. Projektbetreiber wählen die passende Lizenz und ergänzen die anpassbaren Felder.



Der License Picker soll bei der Auswahl der passenden Open-Source-Lizenz helfen.

Bild:
GitHub

Außerdem hat das Team eine Option eingeführt, mit der Nutzer ihre E-Mail-Adresse privat halten und mit einer durch GitHub erzeugte @users.noreply.github.com-Anschrift austauschen können. Auch wenn die Option nicht gesetzt ist, können nur angemeldete Anwender E-Mail-Adressen anderer Nutzer sehen.



Bild:
GitHub

Obwohl oder gerade weil GitHub der Platzhirsch unter den Code-Hosting-Diensten ist, stehen die Betreiber immer wieder in der Kritik. Unter anderem gab es Anfang des Jahres einigen Wirbel um geänderte Nutzungsbedingungen, die sich potenziell nicht mit Copyleft-Lizenzen vertragen. Die öffentlichen Projekte sind auf GitHub wie bei den meisten Wettbewerbern im Gegensatz zu den privaten kostenlos, gleichzeitig aber für das Wachstum und die Bekanntheit der Plattform entscheidend. Nutzer verwalten zwar überwiegend, aber nicht nur Quellcode, sondern auch Dokumentationen und andere Daten über den Dienst.


(rme)