/Gemeinsame Militärübung – Macht Donald Trump jetzt Ernst?

Gemeinsame Militärübung – Macht Donald Trump jetzt Ernst?

Südkoreanische und US-amerikanische Panzer bei einem Manöver auf dem Seungjin Fire Training Field in Pocheon.
Bild: picture alliance / Ahn Young-Joon/AP/dpa

Im Zentrum der seit langem geplanten elftägigen Übung “Ulchi Freedom Guardian” stehen computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel. Das jährliche Manöver habe wie geplant begonnen, teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte in Korea (USFK) am Montag mit. Von den 17 500 amerikanischen Soldaten, die daran teilnähmen, seien 3000 eingeflogen worden. Die USA haben in Südkorea 28 500 Soldaten zur Abschreckung stationiert.

Kriegsdrohungen von Nordkorea überschafften Manöver

Das Manöver findet inmitten erhöhter Spannungen in der Regionstatt. Deshalb wird befürchtet, Nordkorea könnteauf die Übung beispielsweise mit neuen Raketentests reagieren. 

US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea zuletzt nach zwei Interkontinentalraketentests im Juli mit “Feuer und Wut” gedroht. Die kommunistische Führung in Pjöngjang drohte daraufhin, Raketen in Gewässer nahe der US-Pazifikinsel Guam zu feuern, auf der Washington einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt unterhält. Letztlich stellte Nordkorea diese Pläne dann aber erst einmal zurück.

Nordkorea kritisiert Militärübung als feindselig

Am Sonntag kritisierte die offizielle nordkoreanische Zeitung “Rodong Sinmun” das amerikanisch-südkoreanische Manöver als “Ausdruck der Feindseligkeit”. Niemand könne garantieren, “dass die Übung nicht in Kampfhandlungen” münde. Das wegen seines Atomprogramms diplomatisch isolierte Land unterstellt den USA regelmäßig, einen Angriff vorzubereiten, was Washington bestreitet.

Passend dazu: Raketen-Experte: Das passiert, wenn Kim Jong Un wirklich ausrastet

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

koj/news.de/dpa