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Gamescom: Metal Gear Survive angespielt: Wie gehts weiter ohne Kojima?


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Metal Gear Survive angespielt: Wie gehts weiter ohne Kojima?


Hartmut Gieselmann

Mit einem Spin-off setzt Konami die berühmte Metal-Gear-Reihe fort. Es ist ein Survival-Coop-Shooter, dessen Zombies rote Kristalle im Kopf haben.

Nach dem Weggang von Hideo Kojima will Konami die Metal-Gear-Reihe Anfang nächsten Jahres auf Windows, PS4 und Xbox One fortsetzen. In Metal Gear Survive ist der Name Programm: Der Spieler muss alleine oder mit drei Mitstreitern eine Basis ausbauen und gegen Zombie-Angriffe verteidigen, die im kooperativen Modus Welle für Welle angreifen. Der alte Haudegen Solid Snake ist nicht mit von der Partie. Stattdessen gestaltet man seinen eigenen Kämpfer, den man nach und nach aufrüsten und in speziellen Waffengattungen spezialisieren kann. In der gut einstündigen Demo hatten wir einen auf Nahkampf spezialisierten Ingenieur, der Zäune und andere Abwehrbauten errichtet. Die Mitspieler spezialisierten sich auf Gewehre, um die Horden von Weitem zu erledigen.

Wie in einem typischen Tower-Defense-Spiel hat man zwischen den Wellen kurz Zeit, neue Befestigungen zu bauen, neue Waffen zu basteln und Medizin einzuwerfen. Die Basis hat diverse Aussichtstürme, von denen aus man die Angriffswellen von Weitem aufs Korn nehmen kann. In der Basis befindet sich ein Bohrer, auf den es die Zombies abgesehen haben. Die meisten Gegner ignorierten unsere Spielfigur und wollten direkt zum Bohrer vordringen, sodass man sie in Ruhe ausschalten konnte. Knifflig sind die Bombenköpfe: Sie explodieren, sobald sie sterben und reißen alle um sich herum mit.

Der Koop-Modus funktionierte gut und gibt Spielern viele Freiheiten, wie sie sich verteidigen wollen. Taktische Absprachen sind per Gesten oder im Online-Chat möglich. Das Spiel nutzt die Engine von “The Phantom Pain” und sah ebenso gut aus wie der Vorgänger.

Der Tower-Defense-Modus soll nur einer von mehreren Multiplayer-Modi sein. Über die weiteren Modi wollte Konami aber noch keine Informationen geben.



Im Laufe des Spiels baut man eine riesige Basis aus und muss sie gegen Zombi-Horden verteidigen. Sie dinet in der Solo-Kampagne als Startpunkt zu einzelnen Erkundungsmissionen.

Im Laufe des Spiels baut man eine riesige Basis aus und muss sie gegen Zombi-Horden verteidigen. Sie dinet in der Solo-Kampagne als Startpunkt zu einzelnen Erkundungsmissionen.

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Bild: Konami


Solo-Kampagne mit Story-Missionen

Wenig Infos gab es zur Solo-Kampagne. In dieser soll der Spieler ebenfalls seine eigene Basis aufbauen und die offene Wüstenwelt in der Umgebung in Missionen erkunden. Eingebettet wird das Ganze in einen Story-Modus. In diesem wird die alternative Welt erklärt, in der Metal Gear Survive spielt. So muss der Spieler das Geheimnis um die roten Kristal-Zombies lüften. Manche Areale lassen sich nur mit Gasmasken betreten, da die Luft vergiftet ist. Laut Konami soll es auch in dem neuen Spin-Off Zwischensequenzen geben. Diese sind jedoch kürzer als in “The Phantom Pain”. Der Schwerpunkt liegt auf den Spielmissionen.

Konami scheint im ersten Titel nach Hideo Kojima auf Nummer sicher zu gehen. Das Genre der Crafting-Survival-Spiele ist derzeit schwer in Mode und so wird auch Metal Gear Survive viele Fans finden. Allzu viel neue Story-Elemente, die das Universum von Metal Gear ausweiten, sollte man jedoch nicht erwarten. Dazu fehlt es den selbst erstellten Koop-Kriegern an Persönlichkeit und an einer Hintergrundgeschichte. Auf ein echtes Metal Gear Solid VI werden Fans deshalb noch länger warten müssen.

(hag)