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Gamescom: Fifa 18: Etwas langsamer, etwas besser


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Fifa 18: Etwas langsamer, etwas besser


Daniel Herbig

EA schraubt bei Fifa 18 an der Feinjustierung, anstatt den Fußball zu revolutionieren. Das Ergebnis spielt sich etwas weniger hektisch als der Vorgänger.

Fifa 18 ändert sich im Vergleich zum Vorgänger nur im Detail: Wer Fifa 17 gespielt hat, dem kam die Gamescom-Demo des neuen Ablegers doch arg bekannt vor. Dabei darf man von einer jährlich erscheinenden Fußball-Simulation wohl auch keine Revolution mehr erwarten, zumindest nicht an der Oberfläche. Änderungen gibt es nämlich durchaus, nur drängen sie sich angenehm in den Hintergrund.

Bei genauem Hinschauen fällt auf, dass Fifa 18 etwas langsamer geworden ist, im positiven Sinn. Die Hektik, die den Vorgänger ausmachte, ist zumindest ein wenig verflaut. Für den Spielaufbau kann man sich nun etwas mehr Zeit lassen, das blinde Nach-Vorne-Dreschen des Balls ist weniger erfolgversprechend geworden.

EA macht sogar einige sinnvolle Schritte zurück: Das aberwitzige Elfmetersystem des Vorgängers ist Geschichte und weicht dem simpleren, intuitiveren System der vorherigen Teile. Außerdem hat EA den zu starken Flachschuss per Doppeldruck auf die Schusstaste aus dem Spiel genommen.

Offene Fragen

Der optische Fortschritt ist klein, aber erkennbar: Spieler sehen etwas lebendiger aus, hier und da finden sich einige frische Animationen, gerade bei der Ballannahme. Außerdem gibt es nun verschiedene Bewegungsmuster für bestimmte Spieler, sodass diese Kicker klarer aus der Masse herausstechen.

Das sind Kleinigkeiten, trotzdem ist Fifa 18 auf dem Platz etwas runder als der Vorreiter. EA verspricht außerdem, dass gegnerische Teams sich nun unterschiedlich verhalten sollen, sodass ein Spiel gegen den FC Barcelona anders verläuft als eines gegen deutsche Drittligamannschaften. Ob das eingehalten wird, muss der längere Test klären – genau wie die Frage, ob Fifa 18 trotz der massiven Fortschritte von PES 2018 Tabellenführer bleibt.


(dahe)