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Gamescom: Call of Duty – WW2 angespielt: Willkommen auf dem Battlefield


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Call of Duty – WW2 angespielt: Willkommen auf dem Battlefield


Stephan Greitemeier


(Bild: Activision)

Nach Ausflügen in die Zukunft und in den Weltraum kehrt “Call of Duty” wieder zu seinen Ursprüngen im Zweiten Weltkrieg zurück – wohl auch wegen der Erfolge des Konkurrenten Battlefield. Dort haben sich die Entwickler auch einiges abgeguckt.

Mit Freude und Häme erwarteten viele Fans des Kriegsspielgenres den neuen Teil der Call of Duty-Reihe. Die überaus erfolgreichen Anfänge als Weltkriegsspiel hatte die Reihe zwischen “Modern” und “Infinite Warfare” weit hinter sich gelassen – ebenso wie einen Großteil ihrer Fans. Stattdessen hatte der ewige Zweite, EA’s “Battlefield”, mit seinem unverbrauchten Setting im Ersten Weltkrieg für Furore gesorgt. Nach der Ankündigung, den kommenden Teil wieder in den letzten Tagen des Dritten Reiches anzusiedeln, stellte sich die Frage: Rückkehr zu alter Form? Oder Imitation der Konkurrenz?

Anleihen bei der Konkurrenz

Tatsächlich drängten sich beim Anspielen die Vergleiche mit Battlefield 1 geradezu auf. Die präsentierte Häuserschlacht im brennenden Aachen ähnelte notgedrungen dem Straßenkampf von Amiens. Und auch der vorgestellte neue Spielmodus erinnerte stark an die “Frontlines” des Konkurrenten. Stückweise vordringend, müssen die Angreifer Ziele in wechselnden Gebieten erobern, während die Verteidiger sich immer weiter in Richtung Hauptquartier zurückziehen. Selbst die Benutzung eines Panzers ist plötzlich in einem Call of Duty-Spiel möglich. Ebenso die Aktivierung eines Flammenwerfer-Kits, das ein Inferno unter der Infanterie anrichten kann.

Solche konzeptuellen Gemeinsamkeiten sind vielleicht Zeichen dafür, wie geschockt Activision von Battlefields erfolgreichem Aufholkampf war. Mit den vielleicht zu radikalen, sicher aber originellen Neuerungen wie Exoskelett und Schwerelosigkeit scheint erst mal Schluss zu sein. Einige Innovationen scheint CoD außerdem aus seinen Zombie-Modi ins Hauptspiel übernommen zu haben: Man kann per Tastendruck zerstörte Brücken oder MG-Nester wiederaufbauen und benutzen.

Trotz solcher Details muss man sagen, dass das Gameplay immer noch meisterhaft gestaltet ist. Die Multiplayer-Matches spielten sich angenehm nach alter Call of Duty-Manier ab: abwechslungsreiche kleine Maps, aggressives Gameplay und eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegen Treffer brachten den alten Spielspaß zumindest teilweise zurück. Am 3. November werden PC-, PS4- und Xbox One-Spieler erfahren, ob Call of Duty wieder den Spitzenplatz im Genre der Multiplayer-Kriegsspiele erringen wird.


(mho)