/Gamescom: “Breakaway”: Amazon Studios kündigen erstes eigenes Spiel an

Gamescom: “Breakaway”: Amazon Studios kündigen erstes eigenes Spiel an


Gamescom

:

“Breakaway”: Amazon Studios kündigen erstes eigenes Spiel an


Stephan Greitemeier


(Bild: Amazon Game Studios)

Mit “Breakaway” will Amazon an den riesigen Erfolg von Blizzards Overwatch anknüpfen.Das Spiel wird außerdem mit Blick auf die vielen Streamer entwickelt, soll also auch den Zuschauern Spaß machen. Noch fehlt aber Originalität.

Der Online-Riese Amazon hört einfach nicht auf zu wachsen und nun soll auch die eigene Spielesparte Erfolge produzieren. Mit “Breakaway” präsentierte das Unternehmen nun eine spielbare Version eines actiongeladenen Games, das sich derzeit in der Alpha befindet. Das MOBA wirkt wie ein Mix aus Rugby und “Overwatch”, mit schönen Effekten und eher beliebigen Charakteren. Auf mittelgroßen Karten gilt es, eine magische Kugel zu erbeuten und durch die feindlichen Linien zu tragen. Die zwei Teams umfassen jeweils vier Spieler, und nach jeder Runde müssen verdiente Punkte in Upgrades investiert werden. In mehreren Stufen kann man Panzerung, Beweglichkeit oder Angriffsstärke so aufwerten.

Noch etwas behäbig

Viele der 11 Charaktere spielten sich etwas behäbig, was an der fehlenden Sprintfunktion lag. Bei dem Mix aus Sport- Kampf- und Fantasy-Rollenspiel liegt der Fokus eher auf den effektlastigen Prügeleien. Mit normalen und magischen Angriffen versucht man, den Stürmern die Kugeln abzuluchsen. Leider blieb im Anspielen noch unklar, was das Besondere an “Breakaway” sein soll. Auch wenn alle Elemente gut gemacht zu sein scheinen, vermisst man so etwas wie Originalität. Obwohl die Partien abwechslungsreich und spannend waren, hat “Breakaway” die Aura eines Free-to-Play Titels. Und auch wenn sie das Wort nicht in den Mund nehmen, bestätigen die Macher, dass es “100 Prozent umsonst” sein wird.

Originell ist allerdings die Aussage, dass man einen Titel schaffen wollte, der nicht nur beim Spielen Spaß macht. Sondern auch beim Zuschauen. Das deutet darauf hin, dass die Subkultur der “Let’s Player” und Twitch-Abonnenten mittlerweile bei der Spieleentwicklung mitgedacht wird. Zumal Twitch seit 2014 zu Amazon gehört. Ähnlich äußerten sich auch die Macher von Battlefield 1 über den neuen Modus “Incursion”. Inwieweit dies die Entwicklung großer Titel verändern wird, wird man sehen. Neben “Breakaway” haben die Amazon Games Studios noch zwei weitere Projekte in der Pipeline, das düstere “The New World” und das Actionspiel “Crucible”. Für alle drei liegt leider noch kein Veröffentlichungsdatum vor.


(mho)