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Gamescom: Aquanox – Deep Descent: Mit Monstern und Mutanten unter Wasser


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Aquanox – Deep Descent: Mit Monstern und Mutanten unter Wasser


Peter Kusenberg

Das U-Boot gleitet durch eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt, um Monster, Mutanten und menschliche Fieslinge auszuschalten.

Bei “Aquanox – Deep Descent” bedroht im Jahr 2370 eine Algenplage die gesamte Menschheit. Per U-Boot durchpflügen die Spieler in dem Actiontitel deshalb die mutantenreiche Tiefsee.

Im Actiontitel “Aquanox – Deep Descent” taucht ein bewaffnetes Unterwasserfahrzeug durch die Tiefsee, wo sich die Umgebung als ebenso schön wie gefährlich erweist. Der Grund für die Reise besteht in einer seltsamen Algenplage, die das Leben der Menschheit bedroht, da sie den lebenswichtigen Stahl zersetzt. Seit dem Kollaps der überirdischen Ökosysteme wohnen die Menschen in Kuppeln unter Wasser, was die Reise mit U-Booten nötig machen.



Das Boot ist beinahe wichtiger als die Hauptfiguren, denn es lässt sich detailliert verbessern und verändern.

Das Boot ist beinahe wichtiger als die Hauptfiguren, denn es lässt sich detailliert verbessern und verändern.

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Um die Algenplage zu erkunden, steuert der Spieler im Jahre 2370 ein Team von vier Experten über den Meeresboden. Dabei stoßen sie allenthalben auf feindlich gesinnte menschliche Fraktionen, auf Monster und Mutanten. Die Kämpfe stellen das Herzstück des Spiels dar, das Weltraum-Shootern à als Freelancer ähnelt – und den Klassikern der Serie: “Schleichfahrt”, “Aquanox” und “Aquanox 2: Revelation”, die der deutsche Entwickler Massive allesamt zwischen 1997 und 2003 produzierte.

Für “Aquanox – Deep Descent” ist das serbische Studio Digital Arrow zuständig, das jenes Unterwasser-Spektakel als einen Reboot von “Aquanox” präsentiert. Der Spieler braucht also die vorigen Teile nicht zu kennen, um die tendenziell klischeehafte Story zu genießen. Auf der Gamescom zeigte das Team eine weit fortgeschrittene Alpha-Version, in der sich die vier aus dem Kälteschlaf erweckten Helden auf eine Erkundungsmission begeben. Die Mitglieder des Bionuklear-Teams haben jeweils andere Fertigkeiten. So startet man als Schleichexperte eher Geheimmissionen, während der Sprengstoffexperte fürs Brachiale zuständig ist. Der Spieler darf zwischen den Teammitgliedern wechseln, was ihm kleine Boni einbringt.

Tuning vor der Schleichfahrt

Man steuert das U-Boot wie den Kämpfer in einem Shooter, denn, wie Entwickler Varga erklärt: “Das Schiff ist der eigentliche Hauptcharakter des Spiels.” Dementsprechend hat sich das Team um die detaillierte Gestaltung des Gefährts gekümmert, das man vor einer Mission wechseln kann, etwa von einem schwerfälligem zu einem flinken Vehikel.

In einem kleinteiligen, für die Maussteuerung am PC optimierten Menü kann der Spieler etwa die Energie-Regeneration verbessern, er vergrößert die maximale Tauchtiefe seines Vehikels, verstärkt die Panzerung und verändert die Bewaffnung. Es gibt eine Reihe Primär- und Sekundärwaffen, die sich verbessern lassen, wobei die Munition für die schwere Torpedowaffe äußerst rar ist – nicht zuletzt wegen deren durchschlagender Wirkung.

Feuer unter Wasser

Immerhin lassen sich Wracks plündern, um Rohstoffe und Bauteile für das rudimentäre Crafting-System zu gewinnen. Die meiste Zeit indes muss man mit feindlichen Menschen rechnen, mit Mutanten und Monstern. Bei den ozeanischen Dog Fights ist es sinnvoll, Deckung hinter Felsen zu suchen, um nicht getroffen zu werden. Denn bereits wenige Treffer können das Ende bedeuten, und ein Schuss ins Cockpit wirkt wie ein Headshot in “Call of Duty”.

Die Kämpfe finden in begrenzten Arealen statt, die teils schlauchförmig inszeniert sind. Während des Spiels darf der Spieler Dungeon-ähnliche Gegenden erkunden, wobei er jederzeit mit einem Hinterhalt rechnen muss. Varga verglich das Kampfsystem mit dem von “Dark Souls”, das heißt die künstliche Intelligenz reagiert merklich auf die Vorgehensweise des Spielers und verlangt gutes Timing. Die Gegner frühzeitig zu erkennen ist eine der Hauptaufgaben. Anhand der Gamescom-Demo lässt sich noch nicht einschätzen, wie hoch sich der Zufallsanteil an der Spielweise bemisst. Vielleicht würde ein Frühwarnsystem oder eine intelligente Minimap helfen.

Unterwasserfelsen und Tentakelwesen

Neben der Solokampagne kann man den Story-Part komplett kooperativ bestreiten, wobei sich der zweite Spieler an beliebiger Stelle in eine Partie einsteigen oder aus ihr aussteigen darf. Das soll auf dem PC genau so gut funktionieren wie auf den Konsolen. In PvP-Matches kämpfen bis zu fünf Teilnehmer gegeneinander. Die Spielwelt ist dunkel, doch dadurch wirkt sie umso geheimnisvoller mit ihren algenbedeckten Trümmern, Unterwasserfelsen und Tentakelwesen. Die Wracks, die man in der Demo sehen konnte, waren gut ausgeleuchtet.

Die Kampagne wird laut Varga etwa zehn bis zwölf Stunden dauern. Publisher THQ Nordic plant, “Aquanox – Deep Descent” im ersten Quartal 2018 zu veröffentlichen. Neben der Windows-Version wird ein Serienteil erstmals auf Konsole erscheinen: auf PS4 und Xbox One.


(axk)