/Fünfte Maker Faire Hannover: Ab ins Weltall

Fünfte Maker Faire Hannover: Ab ins Weltall

Fünfte Maker Faire Hannover: Ab ins Weltall


Helga Hansen

Mit Drohnen-Vorführungen, den Droiden aus Star Wars und einem Stratosphärenflug ging es am Wochenende in Hannover fast schon außerirdisch zu. Sie begeisterten ebenso wie die zahlreichen selbstgebauten Schiffe, Roboter und Gefährte.

Bereits zum fünften Mal öffnete am vergangenen Wochenende die Maker Faire Hannover ihre Türen im Congress Centrum. Herein strömten 17.800 Besucherinnen und Besucher, die an drei Tagen ein buntes Programm zum Anschauen, Selberbauen und Mitdiskutieren erwartete.

Große Kreationen

Rund um die Festivalhallen krabbelte eine sechsbeinige Riesenspinne, der Mantis Hexapod. Erbauer Matt Denton ließ sich von ihr über Stock und Stein tragen und musste nur ab und an den Space Cruisern des niederländischen Abacus Theaters ausweichen. Über den kleinen Teich schipperten derweil die Schiffsmodelle von Lothar Bunscheit, der aus tausenden Streichhölzern Feuerlöschboote, Seenotretter und Kreuzfahrtschiffe nachbaut. Noch mehr Modellflieger und -autos zeigt Elektronikhersteller Conrad bei den Adrenalin-Tagen, die erstmals auf dem Außengelände der Maker Faire stattfanden.

Makey fliegt ins Weltall

Am Samstag mittag ging es dann richtig hoch hinaus. Ein Plüschmakey durfte mit einem Wetterballon der Firma Stratoflights in die Stratosphäre aufsteigen und Selfies im Weltall schießen. Insgesamt war der rote Roboter drei Stunden unterwegs und das bis zu einer Höhe von über 35 Kilometern. Dort platzte der Ballon und Makey stürzte ab. Dank des GPS-Trackers wurde er in der Nähe von Wolfsburg aus einem Baum gerettet und war am Sonntag wieder unversehrt for Ort.

Mehr Makeys gab es am Stand des Make Magazins. Auf 99 Makey-Platinen löteten große und kleine Roboter-Fans LEDs, oft genug als erstes Lötprojekt. Wer nicht dabei war, kann die Papierversion zum Selberschneiden und Kleben, den Papermakey, auch zu Haus herunterladen. Zu sehen waren außerdem zahlreiche Heft-Projekte wie der Magic Mirror und die sprechende Sortierspardose aus dem aktuellen Heft. Bei der Allzweckmaschine MaXYposi und ihrem Erfinder Carsten Meyer war Birigit Hellendahl zu Besuch, die mit dem Projekt CNC14 die Fräse aus Heft 1/14 weiterentwickelt hat.

Erstmal selbermachen

Löten lernen, Experimente zum Anfassen oder Shirts selbst bedrucken – an vielen weiteren Ständen wurde ebenfalls zum Mitmachen eingeladen. Ob und wie man daraus einen Job machen kann, debattierten in einer Podiumsdiskussion YouTube-Stars aus der europäischen Maker-Szene, darunter die Kölnerin Laura Kampf, Giaco Whatever und Cristiana Felgueiras (Get Hands Dirty). Eine Smartphonekamera reiche völlig aus, war sich das Panel einig, wichtiger seien für den YouTube-Erfolg die Begeisterung für das Filmen und seine Projekte und sehr viel Übung. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher filmten die Maker Faire schon mal fleißig mit: aus ihren Clips enstanden über die Kooperation mit zipstrr die hier eingebundenen Videos.

Weiter geht’s

Die nächste Maker Faire Hannover läuft vom 14. bis 16. September 2018 wieder im Hannoveraner Congress Centrum. Aktuell geht es in zwei Wochen weiter. In Zürich lädt die zweite Mini Maker Faire am 9. und 10. September ins Jugendkulturhaus Dynamo ein und in Linz ist die Mini Maker Faire am 10. September Teil der fünftägigen Ars Electronica in der Postcity. Bis zum Ende des Jahres macht die Maker Faire außerdem noch Station in Bensheim, Steyr, Wolfsburg, Sindelfingen und Kiel.


(hch)