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Frankreich: Bis 2040 Abschied von Benzinern und Dieselfahrzeugen

Um dem Pariser Klimaabkommen zum Durchbruch zu verhelfen, soll Frankreich bis 2050 klimaneutral werden. Das hat die Regierung angekündigt. Dazu sollen etwa Verbrennungsmotoren aus dem Verkehr gezogen und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.

Die neue französische Regierung will den Klimaschutz vorantreiben und vorbereiten, dass in dem Land ab 2040 keine Benzin- oder Dieselautos mehr verkauft werden. Das kündigte Nicolas Hulot bei der Vorstellung des Klimaplans seiner Regierung an. Insgesamt solle Frankreich ab 2050 klimaneutral werden, das heißt es soll nur so viel CO2 ausgestoßen werden, wie durch Pflanzen und Technik aus der Atmosphäre entzogen werden kann. Bei der Vorstellung verwies Hulot auch auf die Ankündigung von Volvo, ab 2019 nur noch neue Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb auf den Markt bringen zu wollen.

Außerdem sollen laut dem Klimaplan schon bis 2022 alle Kohlekraftwerke in Frankreich geschlossen werden. Das dürfte aber vergleichsweise leicht fallen, tragen die doch nur rund 4 Prozent zum französischen Energiemix bei. Den mit Abstand größten Teil zur Stromerzeugung in dem Land liefert mit teilweise mehr als 70 Prozent nach wie vor die Atomkraft – aber auch hier will Hulot gegensteuern. Dieser Anteil soll bis 2024 auf 50 Prozent gesenkt werden. Weiterhin soll die Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen auf französischem Gebiet eingestellt werden.

Umweltorganisationen reagierten unterschiedlich auf den Plan, fasst Euronews zusammen. So habe Greenpeace kritisiert, dass er keine konkreten Maßnahmen umfasse. Der Chef der französischen Sektion des WWF habe sich hingegen positiv geäußert.


(mho)