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Formel E: Heidfelds Team siegt wieder Rosenqvist übernimmt Tabellenführung

— 13.01.2018

Rosenqvist übernimmt Tabellenführung

Felix Rosenqvist hat das zweite Rennen der Formel-E-Saison gewonnen. Damit siegt wieder das indische Mahindra-Team, für das auch Nick Heidfeld startet.

Immer mehr Hersteller mischen in der Formel E mit. Aber egal ob Audi, Renault oder Jaguar – sie alle wurden in Marrakesch schon zum zweiten Mal in Folge von einem indischen Autokonzern geschlagen: Mahindra! Schon im Vorjahr war Mahindra Gesamt-Dritter, in der aktuellen Saison führt das Team, für das auch Nick Heidfeld an den Start geht, die Tabelle nach drei Rennen sogar an.

Das ist aber auch Felix Rosenqvist zu verdanken. Der Schwede gilt als Stadtkursspezialist. Und er teilt sich die Energie im Rennen perfekt ein. Sein Fazit: „Nach dem Start war ich Dritter. Ich habe dann versucht Energie zu sparen, weil ich gemerkt habe, dass die beiden vor mir miteinander kämpfen und viel Energie brauchen.“

Felix Rosenqvist ist der Mann der Stunde in der Formel E

Den bisherigen Tabellenführer Sam Bird schnappte sich Rosenqvist kurz vor dem Boxenstopp. Dem DS-Virgin-Pilot ereilten Getriebeprobleme. Am Ende wurde er noch Dritter, ist jetzt erster Verfolger von Rosenqvist in der Gesamtwertung (50:54 Punkte).

Rosenqvist weiter: „Im zweiten Stint habe ich gewartet, bis ich eine Lücke sehe. Dann habe ich reingestochen und Sébastien Buemi überholt.“ Buemi, der von der Pole-Position startete, verteidigt sich: „Ich hab mir keine große Gedanken gemacht, als er im Rückspiegel immer größer wurde. Ich hatte ja den Fan-Boost. Aber als ich auf den Knopf drücken wollte, kam keine Zusatzleistung. Da hat also irgendetwas nicht am Auto gestimmt.“

Trotzdem können Buemi und Renault e.dams aufatmen: In Hongkong waren sie noch unter ferner liefen, griffen gerade Mal einen Punkt ab. Die Probleme sind nun aber aussortiert. Gerüchten zu Folge machte das Differenzial Probleme, das Renault für diese Saison neu entwickelt hat. 

Ein Pleiten-Rennen war es für die Deutschen: Rosenqvists Teamkollege Nick Heidfeld musste nach einem Unfall im Qualifying von weit hinten starten, wurde am Ende Siebter. Maro Engel kam auf Rang sechs ins Ziel, bekam aber nachträglich wegen einer verursachten Kollision noch eine Strafe und fiel wie Daniel Abt aus dem gleichen Grund aus den Top-10. André Lotterer schied aus.

Audi Sport Abt Schaeffler blieb punktlos: Lucas di Grassi rollte im Rennen mit einem Defekt aus, nachdem schon wegen Zuverlässigkeitsprobleme vor dem Rennen sein Inverter getauscht werden musste. Am 3. Februar geht es in Santiago de Chile weiter.

Ergebnis Marrakesch
1. Felix Rosenqvist (Mahindra)
2. Sébastien Buemi (Renault e.dams)
3. Sam Bird (DS Virgin)
4. Nelson Piquet jr. (Jaguar)
5. Jean-Eric Vergne (Techeetah-Renault)
6. José María López (Dragon)
7. Nick Heidfeld (Mahindra)
8. Tom Blomqvist (Amlin Andretti)
9. Nicolas Prost (Renault e.dams)
10. Alex Lynn (DS Virgin)

Fahrerwertung
1. Felix Rosenqvist (S) 54
2. Sam Bird (GB) 50
3. Jean-Eric Vergne (F) 43
4. Nelson Piquet (BR) 25
5. Edoardo Mortara (I) 24
6. Sébastien Buemi (CH) 23
7. Nick Heidfeld (D) 21
8. Mitch Evans (NZ) 15
9. Daniel Abt (D) 11
10. Antonio Felix da Costa (POR) 8
11. Oliver Turvey (GB) 8
12. José María López (ARG) 8
13. Nicolas Prost (F) 8
14. Alex Lynn (GB) 7
15. Maro Engel (D) 6
16. Tom Blomqvist (GB) 4
17. Luca Filippi (I) 1
18. André Lotterer (D) 0
19. Lucas di Grassi (BR) 0
20. Jérôme D’Ambrosio (B) 0
21. Kamui Kobayashi (J) 0
22. Neel Jani (CH) 0

Teamwertung
1. Mahindra 75
2. DS Virgin 47
3. Techeetah-Renault 43
4. Jaguar 40
5. Renault e.dams 31
6. Venturi 30
7. Amlin Andretti 12
8. Audi Sport Abt Schaeffler 11
9. Nio 9
10. Dragon 8