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Formel 1: Vettel-Gehalt gesichert Geldregen bei Ferrari

— 04.09.2017

Geldregen bei Ferrari

Alle wichtigen F1-News im Überblick. NEU: Ferrari verlängert die Partnerschaft mit Marlboro – was vor allem für Sebastian Vettel sehr gut ist.

+++ Marlboro bleibt Ferrari-Sponsor: Geldregen bei Ferrari! Der Tabakriese Philip Morris verlängert die 40-jährige Partnerschaft mit dem ältesten Formel-1-Team vorzeitig und schießt pro Jahr rund 50 Millionen Euro zu. Zwar darf Ferrari auf dem Fahrzeug nicht mehr für die Zigarettenmarke Marlboro werben, aber es gibt weiterhin gemeinsame PR-Events und Aktivitäten. Und: Dank Marlboro ist auch Sebastian Vettels Gehalt fix. Denn traditionell zahlt Marlboro bei Ferrari die Fahrergehälter. Vettel soll in den kommenden drei Jahren insgesamt 120 Millionen Euro verdienen. Ferrari-Gründer Enzo Ferrari hatte sich jahrelang gegen Tabaksponsoren gewehrt: „Meine Ferraris rauchen nicht! Wie sieht das denn aus…“.

+++ Das fünftschnellste Rennen aller Zeiten: Und Nico Hülkenberg ist jetzt der erfolgloseste Fahrer der Geschichte.

+++ Das Ferrari-Rätsel: Wieso war Ferrari in Monza so langsam?

+++ Hamilton übt mit neuem Gummi: Lewis Hamilton eifert Sebastian Vettel nach – und testet für Pirelli.

+++ Stroll, Hamilton und die Mädels: Startplatz zwei für Lance Stroll in Monza war eine Sensation. Doch der Williams-Bubi wurde am Sonntag schnell durchgereicht. Stroll: “Ich hatte einen sehr guten Start, Lewis vor mir leider nicht. Deswegen kam es so, wie ich es befürchtet habe: Er hat mich innen abgeblockt, dadurch bin ich hinter Esteban (Ocon; d. Red.) zurückgefallen.” Am Ende wurde Stroll Siebter.

Start: Hamilton blockt Stroll, daneben kommt Ocon

Der Kanadier war trotzdem zu Scherzen aufgelegt: “Ich hatte wirklich Mitgefühl mit Lewis. Er muss ganz schön nervös gewesen sein, neben mir starten zu müssen – weil ich ja so unerfahren bin und er um die WM fährt.” Als die Ampeln ausgingen, ging aber alles glatt. Stroll: “Lewis und ich sind cool miteinander. Er weiß, dass ich nichts Unvernünftiges machen würde.”

Außer vielleicht mit den Grid Girls? Hintergrund: Schon bei der Fahrerparade vor dem Rennen wurden Hamilton und Stroll zusammen gesichtet. “Lewis und ich haben uns unterhalten”, berichtet der Kanadier. Worum es ging? “Das sollte ich lieber nicht erzählen.” Strolls Grinsen war dabei so breit, dass fast nur die hübschen Monza-Grid-Girls (s. oben) dahinterstecken können.

+++ Youngster überragen im Regen: Hätte man Lance Stroll und Esteban Ocon vor dem Qualifying in Monza gesagt, dass sie von den Plätzen zwei und drei starten, hätten sie einen wohl für verrückt erklärt. Doch eine starke Performance im Regen und die Rückversetzung beider Red Bulls wegen Motorstrafen macht es möglich. Somit darf Stroll am Sonntag aus Reihe eins neben Lewis Hamilton losfahren – mit 18 Jahren und 309 Tagen als jüngster Fahrer der F1-Geschichte!

Daumen hoch: Auch Ocon wusste zu überzeugen

“Ich habe zuvor noch kein Formel-1-Qualifying im Regen bestritten, deswegen bin ich sehr stolz”, freute sich Stroll. “Das Auto war toll, die Balance super – ich hatte wirklich Spaß da draußen.” Für den Kanadier eine schöne Belohnung für ihn und seinen Rennstall. Stroll: “Die letzten Wochen war es im Trockenen hart für uns mit dem Auto. Insofern war der Regen heute ein Segen.”

Ocon, auch erst 20 Jahre alt, rechnet sich für den Sonntag mit der Mercedes-Power im Heck seines Force India sogar Chancen aufs Podium aus. “Ich will auch morgen Gas geben”, erklärte der Franzose, für den der dritte Startplatz gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt. “Nach dem ganzen Ärger zuletzt in Spa (Teamkollegen-Crash mit Sergio Perez; d. Red.) ist es die richtige Antwort und schön für das Team”, so Ocon.

+++ Hülkenberg droht Negativrekord: Kein guter Freitag in Monza für Nico Hülkenberg. Zwar konnte sich der Deutsche nach P17 im ersten Training auf Rang zwölf im zweiten Abschnitt steigern – mit einem Hydraulikproblem musste er seinen Renault allerdings vorzeitig in der Garage abstellen. Auch im weiteren Verlauf des Wochenendes droht Hülkenberg Ungemach: Schafft der Emmericher in Monza nämlich nicht das Unmögliche und fährt unter die Top-3, zieht er mit dem Rekordhalter für die meisten Grand-Prix-Starts in der Formel 1 ohne Podiumsplatzierung gleich: Bisher ist das Landsmann Adrian Sutil, der den Negativrekord von 128 Rennen ohne Top-3-Ankunft hält. Hülkenberg steht aktuell bei 127, Dritter ist der Italiener Pierluigi Martini (118).

+++ Leclerc darf für Sauber ran: Er gilt als zukünftiger Ferrari-Pilot und ist aktuell drauf und dran, den Titel in der Formel 2 einzufahren. Nun kann sich Charles Leclerc auch über weitere Einsatzzeiten im Formel-1-Renner freuen. Der Monegasse, der bereits vergangene Saison eine Handvoll Freitagstrainings für Haas bestritt, tut dies ab sofort für Sauber. Die Schweizer werden mit Ferrari-Motoren beliefert, Leclerc wird daher als potenzieller Stammfahrer für die nächste Saison gehandelt. Bei den ersten Trainings in Malaysia, den USA, Mexiko and Brasilien darf sich Leclerc nun für höhere Aufgaben empfehlen.

+++ Magnussen: Hat Ocon die Hosen voll? Lustiges Wortgefecht auf Twitter zwischen Esteban Ocon (Force India) und Kevin Magnussen (Haas). Hintergrund: Beim Restart in Spa wäre Ocon Magnussen fast ins Heck gerauscht, nachdem Lewis Hamilton an der Spitze immer wieder hart in die Eisen ging. “Da wollte Magnussen wohl meine Reaktionsfähigkeit testen”, twitterte der Franzose. Magnussens Konter: “Ich bring Dir neue Unterhosen mit!” Nach seiner Aufforderung an Nico Hülkenberg (“Lutsch meine Eier”) die nächste Magnussen-Aussage unter der Gürtellinie.

+++ Rosberg trifft auf Lahm: Sie teilen dasselbe Schicksal: Rücktritt von der aktiven Sportlerkarriere.

+++ Red Bull lässt Verstappen nicht ziehen: Pechvogel Max Verstappen: Er scheidet ein ums andere Mal aus. Hat er die Nase bald voll?

+++ Verstappen im Pech: Nach sechs Ausfällen in den ersten zwölf Rennen ist Max Verstappen auch beim Italien-GP gehandicapt. Der Niederländer braucht einen neuen, fünften Motor. Das ist jedoch nicht erlaubt. Daher muss er in der Startaufstellung mindestens zehn Plätze nach hinten. Teamkollege Daniel Ricciardo muss wahrscheinlich sogar noch weiter nach hinten.

+++ Vettel hat über die Zukunft der Konkurrenten entschieden: Sebastian Vettel hat seine Zukunft bei Ferrari bestätigt. Aber was bedeutet das für Hamilton, Verstappen und Co?

+++ Wo bleibt Kubica? Jolyon Palmer darf weiter Renault fahren, das Sensations-Comeback von Robert Kubica ist vorerst vom Tisch. Warum?


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