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Formel 1: Vettel beißt fast ins Lenkrad Ein zweiter Platz, der Mut macht

— 28.08.2017

Ein zweiter Platz, der Mut macht

Lewis Hamilton hat Sebastian Vettel in Spa geschlagen – und trotzdem schenkt der zweite Platz Vettel viel Selbstvertrauen für die Zukunft. Das sagt er zur Attacke.

Es war die Szene des Belgien-GP: Nach dem Restart attackiert Sebastian Vettel den führenden Lewis Hamilton. Doch der Brite bleibt vorn. „Ich hätte am liebsten ins Lenkrad gebissen, weil mein Angriff auf Lewis nicht perfekt durchgeführt war“, ärgerte sich der Ferrari-Pilot. „Lewis hat das sehr clever gemacht, er hat ein wenig Tempo rausgenommen, damit ich eben zu dicht dran bin. Ich musste früher aus dem Windschatten raus als erwünscht. Aber: Wenn ich zu viel Abstand lasse, dann komme ich gar nicht mehr in die Nähe von Lewis und laufe auch Gefahr, selber angegriffen zu werden.“

Vettel kam nicht an Hamilton vorbei

Trotzdem macht der Belgien-GP Mut. Vettel lag stets innerhalb von drei Sekunden hinter Lewis Hamilton, wäre eigentlich der schnellere Mann – und das auf einer Strecke, die theoretisch perfekt zu Hamiltons Mercedes passt. Vettel: „Ich habe immer gesagt, dass ich Mercedes für Belgien als Favoriten sehe, nun haben wir bewiesen, dass wir uns nicht verstecken müssen. Das hätte uns vielleicht auch nicht jeder zugetraut. Im Vergleich zu Silverstone war das ein Riesenschritt nach vorne.“

Genauer: „Es gab keinen Punkt im Rennen, an dem wir langsamer waren. Eigentlich waren wir schneller, aber es ist eben nicht immer so einfach in der Formel 1, am Gegner vorbeizugehen. Das liegt in der Natur dieser Autos.“

Jetzt freut sich Vettel auf das Ferrari-Heimspiel in Monza am kommenden Sonntag – dem letzten Europa-Rennen. „Die Leistung hier spornt uns an, damit wir mit breiter Brust nach Italien reisen dürfen“, so der 30-Jährige.