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Formel 1: Toro Rosso auf Standby Warten auf den Honda-Motor

— 03.08.2017

Warten auf den Honda-Motor

Wie geht es mit Toro Rosso weiter? Das Team hat mehrere Baustellen: Neben der Fahrerwahl gibt es da auch noch die Motorenfrage.

Toro Rosso hängt immer noch in der Luft, wenn es um die Planungen für einen Motorpartner für 2018 geht. Das italienische Red-Bull-Juniorteam würde zwar gerne mit Honda zusammenarbeiten, doch AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Die Mannschaft vom österreichischen Teamchef Franz Tost steht auf Standby. Grund: Erst wenn McLaren eine Einigung mit Honda gefunden hat, kann Toro Rosso aktiv werden. Dann allerdings würde es ganz schnell gehen und Toro Rosso einen Deal mit den Japanern machen. Bis zum GP in Monza Anfang September soll es Gewissheit geben, heißt es aus Kreisen von Red Bull.

Dr. Helmut Marko zieht auch bei Toro Rosso die Fäden

Ebenso offen ist noch die Fahrerfrage für 2018. Carlos Sainz hat zwar einen festen Vertrag, doch Red Bull würde den Spanier, der durch unglückliche Aussagen in den letzten Wochen bei der Red-Bull-Führung in Ungnade gefallen ist, für eine entsprechende Ablösesumme gehen lassen. Renault hatte schon angefragt, doch “das ist im Moment auf Eis gelegt,” sagen Verantwortliche von Toro Rosso. Ein Grund hierfür könnten die sehr guten Testfahrten vom polnischen Comebacker Robert Kubica in Ungarn sein. Ein Einsatz des Polen bei Renault als Ersatz für Jonathan Palmer schon beim ersten Rennen nach der Sommerpause in Spa wird bei Renault-Insidern für möglich gehalten. Sainz muss jetzt warten. Unter anderem auf eine Entscheidung von McLaren-Superstar Fernando Alonso. Sollte Alonso doch noch seinen Rücktritt bekannt geben, wäre Landsmann Sainz erste Wahl ihn zu ersetzen.

Auch die Zukunft des Russen Daniiel Kvyat bei Toro Rosso ist noch ungewiss. Kvyat gilt zwar als extrem schnell auf einer Runde, doch ihm wird fehlende Übersicht im Verkehr eines Rennens unterstellt. Erster Red-Bull-Junior, der Sainz oder Kvyat ersetzen könnte, ist der Franzose Pierre Gasly. Er absolvierte in Ungarn einen Test für Red Bull, der zufriedenstellend war. Doch noch kann man bei Red Bull nicht einschätzen, ob Gasly gut genug ist für ein Toro-Rosso-Cockpit…