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Formel 1: Statistik Singapur Das spricht noch für einen Vettel-Titel

— 19.09.2017

Das spricht noch für einen Vettel-Titel

Der Singapur-GP bot Startchaos, Regen, überraschende Ergebnis. Das sind Grundpfeiler für historische Rekorde, interessante Statistiken und beeindruckende Zahlen.

– Beeindruckend: Die letzten acht Regenrennen hat allesamt Lewis Hamilton gewonnen! Insgesamt kommt der Brite nun auf 60 GP-Siege, drei in Folge, sieben in dieser Saison und drei beim Singapur-GP. Das letzte Formel-1-Rennen, das er nicht von der Pole-Position aus für sich entschied, war das in Deutschland 2016. Zehn Siege feierte er seither vom besten Startplatz aus.

– Noch ist für Sebastian Vettel in der Weltmeisterschaft aber nicht aller Tage Abend: 28 Punkte hat er bei sechs noch ausstehenden Rennen Rückstand. Bei seinen WM-Triumphen hatte der Deutsche 2010 auf Hamilton zwischenzeitlich schon 31 Zähler Rückstand, 2012 auf Fernando Alonso sogar 43.

Nico Hülkenberg hat einen unschönen Rekord gesammelt

– Und: Lewis Hamilton ist bisher in jeder seiner zehn Saisons bis 2017 mindestens einmal ausgefallen. Rein statistisch müsste also auch der dreimalige Weltmeister noch einen Nuller schreiben. Derzeit aber hat er alle 4222 Rennkilometer absolviert – als einziger Fahrer. Auf Rang zwei und drei folgen die beiden Force-India-Piloten: Esteban Ocon (4192) und Sergio Pérez (4106). Vettel fällt nach dem Ausfall in Singapur auf Rang fünf zurück.

– Der Startcrash sorgt dafür, dass Ferrari zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte alle Autos in Runde eins verliert! Insgesamt 44 Mal musste ein Ferrari-Fahrer in Runde eins die Segel streichen. In den vergangenen elf Jahren hat Ferrari nur zwei Mal einen Doppelausfall hinnehmen müssen. Neben Singapur 2017 war das in Mexiko 2015 der Fall.

– Trotzdem ein Rekord für Ferrari: Mit 213 Pole-Positions als Motorenlieferant ziehen die Italiener mit Renault gleich. Die Franzosen schnappten sich 2013 in Japan den Rekord von Ferrari. In Malaysia könnte Ferrari wieder alleiniger Spitzenreiter werden. Mercedes-Motoren bringen es bisher auf 166 Pole-Positions (Platz drei).

Vettel und Räikkönen gerieten in Singapur aneinander

– Für Sebastian Vettel war es die 49. Pole-Position. Und: Zum 80. Mal durfte er aus der ersten Startreihe losfahren. Damit liegt er auf Rang fünf der ewigen Bestenliste. Alain Prost (86) könnte er dieses Jahr noch einholen. Noch führt Michael Schumacher (116) diese Statistik an, aber Lewis Hamilton (114) ist dem Rekordweltmeister dicht an den Fersen.

– Drei Fahrer erzielten beim Singapur-GP das beste Resultat ihrer bisherigen Forme-1-Karriere: Carlos Sainz als Vierter, Jolyon Palmer als Sechster und Stoffel Vandoorne als Siebter.

– Es war das bisher kürzeste Singapur-Rennen mit nur 58 Runden. Es ist aber bereits das dritte von insgesamt zehn Rennen im Stadtstaat, das wegen der Zwei-Stunden-Regel (länger darf kein Grand Prix dauern) abgebrochen werden musste. 2012 war das nach 59 Runden der Fall, 2014 nach 60 Umläufen.

– Nur zwölf Autos schafften es in Singapur ins Ziel, so wenig wie sonst in keinem anderen Rennen 2017. Auch Nico Hülkenberg schied aus (wegen eines Öllecks). Damit ist er mit 129 Grand Prix ohne Podestplatz Spitzenreiter in dieser Tabelle. Das war bisher Adrian Sutil, der 128 Formel-1-Rennen fuhr und es dabei auch nie unter die besten drei eines Rennens schaffte.


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