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Formel 1: Statistik GP Ungarn Verliert Vettel wegen diesem Sieg die WM?

— 31.07.2017

Verliert Vettel wegen diesem Sieg die WM?

Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen. Die letzten 13 Mal ist der Ungarn-Sieger nicht Weltmeister geworden. Die verrückten Ungarn-Zahlen.

– 46. Sieg für Sebastian Vettel. Aber was ist der wert? Der letzte Fahrer, der den Großen Preis von Ungarn für sich entscheiden konnte und in jener Saison auch Weltmeister wurde, war Michael Schumacher 2004. Seither gilt: Wer Ungarn gewinnt, verliert die WM. Allerdings: 2004 war auch das Ungarn-Rennen, in dem Ferrari zuletzt einen Doppelsieg feierte – bis 2017. Vettel sagt: „Mir egal. Ich will diesen Sieg UND den Titel.”

– Weiterhin gilt: Kein Fahrer kann 2017 zwei Rennen in Folge gewinnen. Und das im elften Saisonrennen. Über ein ganzes Jahr ging das bisher nur drei Mal: 1958 (mit elf Saisonrennen), 1961 (mit acht) und 1974 (mit 15). In diesem Jahr werden 20 Grand Prix ausgetragen. Neun Versuche von zwei Siegen hintereinander bleiben den Piloten noch. Sebastian Vettel könnte das in Belgien als erstes erreichen.

– Als erfolgreichster Formel-1-Rennstall schreibt Ferrari mit jedem Sieg einen neuen Rekord: 228 Siege im Rahmen der WM sind es nun. Auch der 83. Doppelsieg stellt eine neue Bestmarke auf.

– Und auch Kimi Räikkönen erzielte einen Meilenstein: Achter Podestplatz in Budapest. Auch in Bahrain stand der Finne so oft auf dem Treppchen, aber in Budapest schaffte das vor ihm noch keiner. Michael Schumacher nahm sieben Mal an der Siegerehrung des Ungarn-GP teil.

Michael Schumacher siegte 2004 in Budapest und wurde anschließend Weltmeister

Fernando Alonso bestritt in Ungarn seinen 282. Grand Prix. Das ist an und für sich nichts Ungewöhnliches. Aber: Der GP-Sieger mit der meisten Erfahrung ist bisher Rubens Barrichello, der in Italien 2009 in seinem 281. Grand Prix noch einmal gewann. Dieser Rekord würde beim nächsten Sieg an Alonso übergehen. Auch ohne Sieg wusste Alonso in Budapest zu überzeugen: Rang sechs, dazu zum 23. Mal die schnellste Rennrunde in seiner Karriere, zum ersten Mal seit Monza 2016. McLaren-Honda holt auf.

– Esteban Ocon kam auch in seinem 20. Formel-1-Rennen ins Ziel. Noch nie ist der Franzose ausgefallen. Damit kommt er dem Rekord von Max Chilton sehr nah: Der fuhr 2013 und 2014 für Marussia 24 Grand Prix, ehe er das erste Mal die Segel streichen musste. Die meisten Zielankünfte in Folge generell hat Nick Heidfeld auf dem Konto: Von China 2007 bis Italien 2009 war der Deutsche immer im Ziel.

– Der Ausfall von Daniel Ricciardo nach der teaminternen Kollision mit Max Verstappen ist bitter für Red Bull: Mit 4520 Rennkilometern bildet Red Bull 2017 das Schlusslicht. Mercedes auf Platz neun hat 4877 Kilometer absolviert. Spitzenreiter ist Mercedes (6495) vor Force India (6493) und Ferrari (6288). Bei den Fahrern haben Lewis Hamilton und Sebastian Vettel als einzige Piloten bisher alle 3313 Rennkilometer in diesem Jahr abgespult.

Felipe Massa musste sich wegen einer Ohrenentzündung vorzeitig zurückziehen. Damit war erstmals seit dem Imola-GP 1982 kein Brasilianer am Start eines Formel-1-Rennens. Damals fehlten viele Fahrer aufgrund des Zerwürfnisses zwischen der Teamvereinigung und dem Automobilweltverband. Imola 1982 mal ausgeklammert stand zuletzt in Frankreich 1970 kein Brasilianer in der Startaufstellung. 2018 droht Brasilien das noch öfter: Aus den Nachwuchsserien kommt derzeit kein Brasilianer, der sich für ein Formel-1-Cockpit empfiehlt. Vorbei sind die Zeiten mit bis zu vier Brasilianern pro Rennen, zuletzt 2010 mit Felipe Massa, Rubens Barrichello, Lucas di Grassi und Bruno Senna. Großbritannien stellt am längsten einen Formel-1-Fahrer: In Monaco 1980 war letztmals kein Brite mit von der Partie, nachdem sich John Watson im McLaren-Ford nicht qualifizieren konnte.

Paul di Resta gab als Massa-Ersatz nach drei Jahren, acht Monaten und sechs Tagen ein Formel-1-Comeback. In der Liste der Fahrer mit den längsten Pausen nimmt der Schotte damit aber nur Rang 30 ein. Den Rekord hält Jan Lammers: Zwischen Holland 1982 und Japan 1992 pausierte er zehn Jahre, drei Monate und 22 Tage.