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Formel 1: Statistik GP Österreich Zum 400. Mal Sieg von der Pole

— 10.07.2017

Zum 400. Mal Sieg von der Pole

Valtteri Bottas gewinnt sein zweites Rennen und wird rein statistisch daher höchst wahrscheinlich eines Tages Weltmeister. Die verrücktesten Spielberg-Zahlen.

– Mit einer Quali-Zeit von 1:04,251 Minuten drehte Valtteri Bottas die achtschnellste Pole-Runde aller Zeiten. Niki Lauda blieb in Dijon 1974 mit 58,798 Sekunden sogar unter einer Minute. Auf Rang zwei und drei der ewigen Bestenliste: Alain Prost 1982 und Patrick Tambay 1984 (beide Renault) ebenfalls in Dijon. Auf Rang vier: Nigel Mansell 1985 im Williams-Honda in Kyalami.

– Die schnellste Rennrunde von Lewis Hamilton war mit 1:07,411 allerdings um über drei Sekunden langsamer als die Pole-Runde. Trotzdem reichte das, um Michael Schumachers Rundenrekord aus der Saison 2003 zu knacken (1:08,337). Es ist der einzige Rundenrekord, den Hamilton derzeit hält. Sebastian Vettel gehört auf vier aktuellen Formel-1-Strecken die schnellste Rennrunde aller Zeiten

Daniel Ricciardo hat einen Lauf

– Bottas qualifizierte sich nicht nur auf der Pole-Position, er gewann das Rennen auch. Zum 400. Mal siegte damit ein Fahrer von der Pole-Position aus in einem WM-Rennen (bei 965 Läufen insgesamt). Nicht verwunderlich: Von keinem Startplatz ist die Siegwahrscheinlichkeit höher. 230 Mal siegte der Pilot, der von Rang zwei aus lospreschte, 117 Mal von Rang drei. Der beste Startplatz, von dem noch nie ein Fahrer das Rennen gewonnen hat, ist Platz 20. Dafür siegte John Watson 1983 beim USA-West-GP von Position 22 aus

– der Aufhol-Rekord. Den 100. Sieg von der Pole sicherte sich übrigens Niki Lauda 1976 in Belgien (für Ferrari), den 200. Alain Prost 1993 in Spanien (für Williams-Renault) und den 300. Felipe Massa 2007 in Spanien (für Ferrari).

– Es war der zweite Sieg von Bottas, der damit der vierte Finne nach Keke Rosberg, Mika Häkkinen und Kimi Räikkönen ist, der mehr als ein Formel-1-Rennen gewonnen hat. Alle drei anderen Finnen, die das schafften, wurden im späteren Verlauf ihrer Karriere auch Weltmeister. Ein gutes Omen für Bottas…

– Der Österreich-GP war das erste Rennen in dieser Saison, bei dem weder Sebastian Vettel, noch Lewis Hamilton auch nur eine Runde in Führung lagen. Hamilton verpasste darüber hinaus schon zum zweiten Mal in Folge das Podest, obwohl er im Ziel war. Eine so schlechte Serie hatte er seit Australien 2014 nicht mehr!

– Bereits zum fünften Mal in Folge gelang Daniel Ricciardo der Sprung auf das Podest. Aus dem aktuellen Fahrerfeld schafften das sonst nur Kimi Räikkönen, Fernando Alonso, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel. Für den Allzeit-Rekord der meisten Podiumsplatzierungen in Folge dauert es aber noch lange: Von USA 2001 bis Japan 2002 war Michael Schumacher 19 Mal hintereinander bei der Podiumszeremonie dabei.

– Zum fünften Mal in den letzten sieben Rennen scheidet Max Verstappen aus. Mit 277 Rennrunden hat er nicht mal die Hälfte aller bisher möglichen Umläufe geschafft (558).