/Formel 1: Startplatz zwei in Spa für Vettel “Freund” Räikkönen hilft mit Windschatten

Formel 1: Startplatz zwei in Spa für Vettel “Freund” Räikkönen hilft mit Windschatten

— 26.08.2017

„Freund“ Räikkönen hilft mit Windschatten

Sebastian Vettel fehlten im Spa-Qualifying 0,242 Sekunden auf Lewis Hamilton. Schützenhilfe bekam der Deutsche von Teamkollege Kimi Räikkönen.

Seinen Vertrag bei Ferrari hat Sebastian Vettel um drei weitere Jahre verlängert – weil die Ergebnisse bei der Scuderia stimmen, das Klima im Team und er mit Kimi Räikkönen auch weiterhin seinen Wunsch-Teamkollegen hat. Warum der Finne das ist, zeigte er einmal mehr im Qualifying von Spa am Samstag.

„Ich hatte Glück, denn ich hatte heute einen Freund zuhilfe: Kimi musste seine letzte Runde abbrechen und hat mich dann mit seinem Windschatten durch den letzten Sektor gezogen“, verriet Vettel nach dem Zeittraining.

Geplant war die Aktion von Ferrari aber nicht. „Der Plan war natürlich, dass Kimi seinen zweiten schnellen Versuch beendet. Aber als das nichts wurde, hat er sich wohl spontan dazu entschieden, als er ein rotes Auto im Rückspiegel sah, mich mitzuziehen“, so der Deutsche, der das Manöver als „wahrscheinlich entscheidend im Kampf um Platz zwei“ einstufte. „Es hat zwei Zehntel gebracht“, sagte Vettel, der am Sonntag nun im Sandwich zwischen den beiden Silberpfeilen von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas startet.

Kimi Räikkönen war nicht happy mit seinem Qualifying

Edelhelfer Räikkönen kam nur auf die vierte Position: „Das ganze Wochenende lief sehr gut bei mir – bis zum Qualifying, das war dann Müll“, erklärte der Finne und gab an „natürlich enttäuscht“ über P4 zu sein. Doch was Räikkönen und Vettel nach eigenen Angaben für Sonntag „Mut macht“: Ferraris Pace in Spa ist stark – und dürfte gerade im Rennen noch besser werden.

Vettel: „Es sieht gut aus. Auf eine Runde, war es von Anfang an klar, dass es schwer wird, alles zusammenzubringen. Auch heute im Qualifying war die Front des Autos zum Beispiel in den mittelschnellen und schnellen Kurven zu leicht. Aber morgen, mit viel Sprit, sieht es anders aus. Das haben wir auf unseren Longruns gesehen“, so der Deutsche, der feststellte: „Wir sind nicht ohne Grund in Reihe eins. Wir müssen uns hier nicht verstecken.“

Autor: Frederik Hackbarth