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Formel 1: Schumi-Ehrenrunde in Spa Mick in Papas Auto: “Hammergefühl!”

— 27.08.2017

Mick in Papas Auto: “Hammergefühl!”

Die Formel 1 in Spa. ABMS liefert die Bilder zum Belgien GP: Mick Schumacher drehte vor dem Rennstart eine Ehrenrunde im Benetton B194 seines Vaters.

Gänsehautstimmung in Spa: Zu Feier des 25-jährigen Jubiläums von Michael Schumachers erstem Sieg in der Formel 1 drehte Sohnemann Mick am Sonntag vor dem Rennstart in Belgien eine Runde mit dem Auto seines Vaters. Weil es von Schumis 1992er Benetton aktuell kein fahrbereites Exemplar gibt, nahm Mick im B194 Platz, mit dem sein Vater 1994 Weltmeister wurde.

ABMS war in der Boxengasse beim Anlassen des Retro-Renners dabei und stellte fest: Extra für die besondere Ausfahrt hat Mick Schumacher einen Spezial-Helm anfertigen lassen! Auf der rechten Seite sein gelbes Helmmuster, auf der linken die Lackierung, mit der sein Papa 1994 fuhr.

Mick Schumacher klettert in den Boliden seinen Papas

Weil die Strecke in Spa nach den Rahmenrennen zu schmutzig war, wurde die Schumi-Ausfahrt zwar kurz nach hinten verschoben. Schumi III musste den aktuellen F1-Stars auf dem Truck der Fahrerparade den Vortritt lassen. Dann aber durfte er erstmals Formel-1-Luft schnuppern in Spa. “Ein Hammergefühl mit dem Auto hier fahren zu dürfen, sehr emotional”, sagte Schumacher Junior nach seiner Runde.

Ein Vergleich mit seinem Formel-3-Renner fiel ihm aber schwer. “Der Unterschied ist natürlich da. Es war schon sehr anders, was aber auch daran liegt, dass die Passform eine andere ist und das Auto natürlich nicht an mich angepasst ist.” Was Schumacher noch mehr überraschte: “Auch wenn ich sie unter dem Helm nicht hören konnte, war es unglaublich, wie viele Fans hier waren. Ich habe noch nie so viele Leute beim Motorsport gesehen!” Wer weiß: Vielleicht kehrt der Sohn des Rekordweltmeisters ja eines Tages in einem aktuellen F1-Boliden zurück nach Spa. Dann wird es sicher noch voller.

Die Bilder von Mick Schumachers Ausfahrt im Renner seines Vaters hier:

Verstappen lockt Fan-Massen an:

Ob seine Fans ihn vor lauter orangefarbenen Rauchbomben am Streckenrand noch sehen konnte, wagte Max Verstappen nach dem Qualifying zum Belgien GP zwar zu bezweifeln. “Aber das kennen sie ja vom Fußball, sie sind es also gewohnt”, lachte der Holländer. Über die lautstarke und farbenfrohe Unterstützung freute er sich trotzdem: “Es ist eine gute Motivation, wenn neben der Strecke alles orange ist.” Allein: Mehr als P5 war im Red Bull nicht drin am Samstag. Trotzdem sprach Verstappen von einem “perfekten Qualifying. Es hat Spaß gemacht. Ich habe alle Sektoren zusammengebracht. Das hat man nicht oft.”

Die besten Bilder vom Qualifying gibt es hier – mehr zu Max’ Verstappens Quasi-Heimspiel und wie viele Fans er anlockt unten:

V-Mania in Spa! Egal ob Verstappen oder Vandoorne – der Name des Publikumslieblings in Belgien beginnt in jedem Fall mit einem V. Schon am Donnerstag kamen die Fans in Scharen an die Strecke, um ein Foto oder Autogramm von ihren Stars zu ergattern. ABMS erfuhr: Das Rennen ist restlos ausverkauft! 260.000 Zuschauer werden am ganzen Wochenende erwartet, 300.000 Fans hätte man zählen können. Aufgrund von Sicherheitsbedenken wollten die Veranstalter den Platz an der Strecke aber nicht bis zuletzt ausreizen.

Bei Verstappen, der schon im letzten Jahr die Fan-Massen anzog, ist die Vorfreude auf das Wochenende riesig: „Es wird wieder großartig sein, so viele Fans in Orange auf den Tribünen zu sehen“, freute sich der Shootingstar, der extra mit einem orange-verchromten Spezialhelm antritt (s. Galerie). Da er in Holland kein Heimrennen hat, kommen die Verstappen-Fans eben ins benachbarte Belgien. Allein: Viel Hoffnung auf einen Sieg ihres Idols können sie sich am Wochenende wohl nicht machen.

Selbst die Polizei wollte ein Bild mit Verstappen…

Zwar hat Renault ein Upgrade des Motors gebracht – auf dem Highspeed-Kurs von Spa wird aber wohl auch das Red Bull nichts gegen die Übermacht von Mercedes und Ferrari helfen. „Ich erwarte jedenfalls keine Wunder“, stapelt Verstappen tief. „Die Änderungen am Motor beziehen sich vor allem auf das Mapping. Es ist nicht so, als hätten wir auf einmal viel mehr PS“, so der Holländer.

Wenn es doch nur der PS-Mangel wäre, dürfte sich indes Stoffel Vandoorne gedacht haben, der in der Pressekonferenz am Donnerstag direkt neben Verstappen saß. Der Belgier muss bei seinem Heimspiel im schwachen McLaren-Honda in der Startaufstellung zurück, weil mal wieder Motorteile an seinem Auto getauscht wurden. „Die Strafen waren unausweichlich, mit den ganzen Problemen, die wir am Saisonbeginn hatten. Ab da war klar: Jedes neue Teil wird uns Rückversetzungen bringen“, sagte Vandoorne.

Die besten Bilder von den verrückten Fans und alle weiteren Impressionen aus Spa gibt es in unserer Galerie:

AUTO BILD MOTORSPORT liefert die besten Bilder vom bunten Treiben beim Belgien GP – die schönsten Impressionen jetzt im Überblick:

Autor: Frederik Hackbarth


Fotos:
Picture-Alliance / Getty Images