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Formel 1: Schlechter Mercedes-Freitag Gremlin plagt “schrecklichen” Silberpfeil

— 29.09.2017

Gremlin plagt „schrecklichen“ Silberpfeil

Mercedes rätselt über die eigene Trainings-Performance. In Malaysia haben die Silberpfeile einen Fehlstart hingelegt. Toto Wolff hofft auf rasche Wende.

Grusel-Auftakt für Mercedes in Malaysia! Teamchef Toto Wolff fasst zusammen: „Irgendwo steckt ein Gremlin im Auto.“ Grund: Nur die Plätze sechs und sieben für Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, satte 1,4 Sekunden hinter WM-Konkurrent Ferrari. Bei Mercedes herrscht jetzt Alarmstufe rot. Wolff: „Das war mit Sicherheit einer der schlechtesten Freitage, an die ich mich erinnern kann.“

Düsterer Gesichtsausdruck: Toto Wolff in Sepang

Beide Fahrer kämpfen mit dem Auto, landen selbst im Trockenen im Kiesbett – doch wo liegt Mercedes’ Problem? „Das Auto ist nicht ausbalanciert. Die Fahrer rutschen überall, dadurch werden die Vorder- und Hinterreifen zu heiß und nichts geht mehr“, erklärt Wolff. Das Überhitzen der Reifen sei aber nicht der Kern sondern „nur die Konsequenz eines fundamentalen Problems am Auto, das wir finden müssen“, so der Österreicher.

Auch Lewis Hamilton gibt sich nach dem Freitag niedergeschlagen: „Das Auto war schrecklich. Beim letzten Rennen in Singapur waren wir zumindest im Regen noch stark, davon war heute Vormittag nichts mehr zu sehen. Im Trockenen wurde es nicht besser. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so ein Gefühl mit dem Auto hatten“, sagt der Brite und fordert: „Wir müssen jetzt über Nacht gravierende Veränderungen vornehmen.“

Egal ob im Regen oder Trockenen: Es gibt Probleme

Wagt Mercedes dabei die Flucht nach vorne? AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Am Freitag ist in Sepang ein neuer Unterboden angekommen, den die Silberpfeile als Teil des Entwicklungsprogramms wohl montieren werden. Neu waren im Training bereits die Luftleitbleche hinterm Frontflügel. Allein: Funktioniert haben sie noch nicht. „Wir haben ein paar neue Teile, aber wir müssen rausfinden, warum es damit noch nicht klappt“, räumt Wolff ein. „Dafür haben wir jetzt zwölf Stunden Zeit.“ Sonst droht im Qualifying die nächste Gremlin-Attacke.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff