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Formel 1: Red Bull ab 2019 mit Honda? Renault und Red Bull vor Trennung

— 14.09.2017

Renault und Red Bull vor Trennung

Das Motoren-Karussell in der Formel 1 dreht sich weiter: Red Bull und Renault werden ihre Zusammenarbeit Ende 2018 beenden – Umstieg auf Honda folgt.

Motoren-Irrsinn in der Formel 1. Morgen wird bekannt gegeben, dass McLaren sich von Honda trennt. Dass Honda zu Toro Rosso wechselt. Und dass Renault vom Red-Bull-B-Team zu McLaren wechselt. Doch damit nicht genug. Laut Daily Mail und Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT wird die kommende Saison auch die letzte der einstigen Erfolgskombination aus Red Bull und Renault.

Red Bulls Helmut Marko mit einem Renault-Mann

Ende 2018 läuft der Vertrag zwischen Red Bull und Renault aus. Im Fahrerlager wird aktuell das Gerücht lanciert, dass Renault Red Bull bereits mitgeteilt hat, ab 2019 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Nach Informationen von ABMS beruht das allerdings auf Gegenseitigkeit. Offiziell sagt Red-Bull-Berater Helmut Marko zu ABMS: “Wir können dazu derzeit keinen Kommentar abgeben.”

Fakt ist aber auch: Seit der Einführung der Hybridformel im Jahr 2014 wurde das Verhältnis der beiden Parteien durch eine mangelnde Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Franzosen-Triebwerke immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Hinter verschlossenen Türen hat keine der beiden Parteien mit einer Fortsetzung der Partnerschaft gerechnet.  Bereits 2015 standen die Zeichen auf Trennung. Zu schlecht war die Performance der Franzosen, zu hart die Kritik durch Red Bull. Man raufte sich aus Mangel an Alternativen aber wieder zusammen.

Toro Rosso fährt schon 2018 mit Honda-Power

Für 2019 bedeutet das aber auch: Nach jetzigem Stand muss Red Bull dann wie das Tochterteam Toro Rosso auf Honda setzen. Mercedes und Ferrari hatten in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht, Red Bull als konkurrierendes Top-Team nicht mit Motoren beliefern zu wollen. Red Bull vertraut offenbar darauf, dass ein Durchbruch Hondas wegen des hohen Budgets und Aufwands der Japaner nur eine Frage der Zeit ist.

Schafft es Honda, seine Probleme in den Griff zu kriegen, hätten die beiden Red-Bull-Teams bei den Japanern Werksstatus. Dann wäre für Red Bull im Titelkampf auch der ersehnte Angriff auf Mercedes und Ferrari nicht mehr ausgeschlossen, der als Kundenteam aktuell unmöglich ist.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff