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Formel 1: Räikkönen bleibt bei Ferrari Weg frei für neuen Vettel-Vertrag?

— 22.08.2017

Weg frei für neuen Vettel-Vertrag?

Ferrari und Kimi Räikkönen haben die Sommerpause genutzt und ihre Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr verlängert. Weg frei für neuen Vettel-Vertrag?

Die erste Weiche auf dem Transfermarkt ist gestellt: Ferrari hat den Vertrag von Kimi Räikkönen um ein weiteres Jahr bis Ende 2018 verlängert. Die Pressemitteilung umfasst genau vier Zeilen, keine Zitate, keine Details.

Räikkönen wird im Oktober 38 Jahre alt. Während Teamkollege Sebastian Vettel mit vier Saisonsiegen und 202 Punkten die Tabelle anführt, hat Räikkönen noch kein einziges Mal gewonnen. 86 Zähler weniger auf dem Konto und rangiert nur auf Tabellenplatz fünf. Und doch: Vettel plädierte intern auf eine weitere Zusammenarbeit mit Räikkönen, denn mit ihm kommt der Deutsche sehr gut aus.

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen werden wohl Teamkollegen bleiben

Nach der Vertragsverlängerung des Finnen, der 2007 als bis heute letzter Fahrer für Ferrari Weltmeister geworden ist, dürfte auch der Weg frei sein für einen neuen Vettel-Vertrag. Räikkönen als Stallgefährte war ein Verhandlungspunkt. Ein anderer ist die Vertragslaufzeit: Ferrari würde Vettel gern für drei Jahre an sich binden, Vettel aber will sich alle Optionen für 2019 offen halten, wenn diverse Topstars wie Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo und Max Verstappen auf dem Transfermarkt sind und neue Cockpits suchen.

Räikkönen hat in der Formel 1 seit dem Debüt 2001 genau 263 WM-Rennen absolviert, 20 davon gewonnen, ist 17 Mal von der Pole-Position gestartet, hat 45 Mal die schnellste Rennrunde gedreht und 1476 Punkte gesammelt.

122 Rennen bestritt Räikkönen für Ferrari, erstmals von 2007 bis 2009, und jetzt seit 2014. Am Ende der Laufzeit seines neuen Kontrakts wird er 153 Rennen für Ferrari gefahren sein – die zweitlängste Zusammenarbeit in der Formel-1-Geschichte. Nur Michael Schumacher fuhr 180 Grand Prix für einen Rennstall – auch Ferrari.

2019 könnten die Tage von Räikkönen bei Ferrari dann aber gezählt sein: Ferrari-Junior Charles Leclerc scharrt mit einer beeindruckenden Dominanz in der Formel 2 bereits mit den Hufen. 2018 soll er eine Saison Erfahrung bei Sauber sammeln, 2019 könnte er dann zu Ferrari befördert werden.

Schlechte Nachrichten sind das für Fahrer wie Carlos Sainz oder Sergio Pérez, die versuchen, den Absprung aus dem Mittelfeld in ein Topteam zu schaffen.