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Formel 1: Philippe Adams Der Mann, der fast Schumis Debüt verhinderte

— 24.08.2017

Der Mann, der fast Schumis Debüt verhinderte

Philippe Adams ist in den Formel-1-Geschichtsbüchern nicht mehr als eine Fußnote. Aber er hätte fast die Karriere des erfolgreichsten Fahrers überhaupt verhindert.

25 Jahre ist es her, dass Michael Schumacher in Belgien seinen ersten Grand Prix gewann. Es folgten noch 90 weitere, dazu sieben WM-Titel und diverse andere Bestmarken, die noch heute Bestand haben. Schumi – er ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Vor 26 Jahren gab er sein Debüt, das einer der erfolglosesten Piloten fast verhindert hätte: Philippe Adams.

Eddie Irvine und Michael Schumacher hätten beinahe nichts zu lachen gehabt

Die Statistik des Belgiers ist bedeutungslos: zwei Rennen im Jahr 1994, ein Ausfall, einmal 16, die meiste Zeit überfordert mit dem Auto. Die größte Geschichte von Philippe Adams trug sich aber drei Jahre vor seinen F1-Auftritten zu. Beim Belgien-GP 1991 soll Michael Schumacher sein erstes Formel-1-Rennen fahren. Er springt bei Jordan-Ford für den im Gefängnis sitzenden Bertrand Gachot ein. Doch sein Jordan-Team hat Probleme: Im Winter hatte Teamchef Eddie Jordan ein Formel-3000-Cockpit Adams versprochen – für etwas mehr als 100.000 Dollar. Adams zahlte, aber gefahren sind schließlich Damon Hill und Vincenzo Sospiri.

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Bei Adams Heimrennen in Belgien lässt er schließlich die Ordnungshüter auf Jordan los: Die Polizei beschlagnahmt einen Großteil des Materials, die Teilnahme am Rennen und damit Schumis  Debüt stehen auf wackligen Beinen. Bis Formel-1-Boss Bernie Ecclestone das Scheckheft zückt und Jordans Schulden bei Adams begleicht.

Heute ist Adams ein erfolgreicher Seat-Händler in Frankreich. Und er blickt stolz auf seine Formel-1-Vergangenheit zurück: „Ich hatte keine Probleme mit der Leistung des Autos. Was ich am schwierigsten fand: Das Limit des Autos zu finden. Wann muss ich bremsen, wann schalten.“