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Formel 1: News-Ticker aktuell Formel 1 bleibt bis 2020 in China

— 29.09.2017

Formel 1 bleibt bis 2020 in China

Alle wichtigen F1-News im Überblick. NEU: China GP bleibt der Formel 1 erhalten +++ Fernando Alonso macht es weiter spannend für McLaren +++

+++ China-Vertrag verlängert: In Sepang fällt an diesem Wochenende mit dem vorläufig letzten Malaysia GP der Vorhang. Anderswo in Asien dürfen die Fans aber aufatmen: Denn die Königsklasse wird auch in den kommenden Jahren Station in Shanghai machen. Der auslaufende Vertrag mit dem China GP wurde um weitere drei Jahre bis Ende 2020 verlängert. Das teilten die neuen F1-Besitzer von Liberty Media gemeinsam mit den chinesischen Streckenbertreibern am Freitag mit. Shanghai hatte 2004 seine Premiere im F1-Rennkalender gegeben. “Ein ganz wichtiger Markt für uns und den Sport”, begrüßte etwa Mercedes-Sportchef Toto Wolff die Vertrags-Neuigkeiten.

+++ Alonso pokert und prügelt: Eigentlich hätten die Weichen mit McLarens Wechsel auf Renault-Motoren für 2018, der in Singapur bekannt gegeben wurde, für eine Vertragsverlängerung von Fernando Alonso gestellt sein sollen. “Im September” wolle er sich entscheiden, hatte Alonso davor schon zu ABMS gesagt. Doch daraus wird wohl nichts: “Ich hoffe, dass ich zwischen Suzuka und Austin klarer sehe”, lautete in Sepang die neuste Wasserstandsmeldung des Spaniers. Alonso pokert, will erst von Renaults Leistungsdaten des Motors und der zukünftigen Ausrichtung überzeugt sein.

“Ich habe immer gesagt: Meine Priorität ist die Chance auf Siege und Podestplätze. Es ist aber schwer, vorauszusagen, was im nächsten Jahr passiert”, so Alonso, der seinem Team immerhin attestiert, in der Vergangenheit “mit dem Auto öfter richtig als falsch gelegen” zu haben. Passend zu Alonsos Forderung, betonte McLaren-Rennleiter Eric Boullier jüngst: “Wir wollen 2018 Dritter in der Konstrukteurs-WM werden und hoffen, endlich wieder einen Sieg zu holen.”

McLaren täte gut daran, vor allem wenn Alonso bleibt. Denn wie groß der Frust beim Spanier mittlerweile ist, ließ er die Medienvertreter am Donnerstag wissen, als er eine Anekdote vom letzten Rennen in Singapur erzählte. Dort habe er ein faustgroßes Loch in die Wand seines Zimmers in der Teamunterkunft gehauen, erzählte Alonso, der nach seinem Raketenstart als Drittplatzierter in Kurve von Kimi Räikkönen und Max Verstappen abgeräumt wurde. Und damit ein seiner Meinung nach “sicheres Podium” verlor.

+++ Kommt der Regen? Es droht die nächste Formel-1-Regenschlacht beim Malaysia GP! Nach dem spektakulären Regenrennen von Singapur wird auch für das Rennen in Kuala Lumpur Niederschlag erwartet. Folgt also das nächste Chaos-Rennen in Südostasien? Die Chancen stehen gut und die Regenrennen in Malaysia sind bekannt für eine Menge Action auf der Piste. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit beträgt Samstag und Sonntag 90 Prozent. Zum Rennstart liegt sie zwar nur bei 40 Prozent, aber da sich das tropische Wetter immer unberechenbar zeigt, ist ein Regenrennen in Malaysia sehr wahrscheinlich. Schon in Singapur kam der Regen zum Grand Prix unerwartet.

+++ Red Bull mit neuen Junioren: Red Bull verstärkt sich mit Kart-Talenten! Vier Kart-Nachwuchsfahrer werden 2018 ins erfolgreiche Junior-Programm aufgenommen, das auch Sebastian Vettel durchlaufen hat: Dennis Hauger, Jack Doohan, Johnny Edgar und Harry Thompson. Hauger fährt aktuell gegen David Schumacher um den Titel in der Deutschen Kartmeisterschaft. Der Sohn von Ralf Schumacher hat vor dem Finale in Lonato vom 20. bis 22. Oktober allerdings einen großen Rückstand. 2018 werden die beiden getrennte Wege gehen: Schumi IV steigt in die deutsche Formel-4-Meisterschaft auf, Hauger startet für das Team Arden von Red Bull-Teamchef Christian Horner in der britischen Formel 4. Teamkollege von Hauger wird Jack Doohan, der Sohn der Motorradlegende Mick Doohan.

+++ Kubica zu Williams? Wie steht es um die Comeback-Chancen des Polen?

+++ Neue Regeln 2018: Die Änderungen der Saison 2018 sind groß: Es geht um Motorteile und den Kopfschutz Halo.

+++ Vettel ein Startcrash-Monster? In Singapur ist Sebastian Vettel nicht das erste Mal in einen Startunfall verwickelt gewesen. Das sind die nackten Zahlen.

+++ Mexiko-GP nicht gefährdet: Das schwere Erdbeben in Mexiko-Stadt hat keine Auswirkungen auf den Grand Prix der Formel 1 am 29. Oktober. Eine Untersuchung der Betreiber hat keinerlei Schäden an der Streckenanlage feststellen können.

+++ Pérez spendet für Erdbebenopfer: Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala hat Mexiko heimgesucht und mindestens 248 Menschenleben gefordert. Viele Menschen sind ohne Strom und ohne Bleibe. Formel-1-Pilot Sergio Pérez hat für diese Menschen drei Millionen Peso gespendet, umgerechnet rund 140.000 Euro.

+++ Motorstrafe nach Vettel-Crash? Droht Sebastian Vettel der nächste Ärger?

+++ Hamilton pfeift auf Rekordjagd: Lewis Hamilton könnte schon bald die nächsten Rekorde von Michael Schumacher brechen.

+++ Hondas Debakel in Zahlen: Nach drei Jahren trennt sich McLaren von Honda. Renault wird Motorpartner Nummer fünf.

+++ Statistik spricht für Vettel-Titel: Auch wenn der GP Singapur ein Rückschlag für Sebastian Vettel im Kampf um die WM bedeutete: Noch ist nicht aller Tage Abend.

+++ Jubel auf spanische Art: “Boomshakalaka!”, rief Carlos Sainz’ Renningenieur seinem Schützling nach P4 in Singapur am Funk zu. Ein wahres “Vamos!”-Feuerwerk tönte zurück (s. Video unten). Die Freude bei Sainz hatte seinen Grund: Es war das beste Ergebnis in der F1-Karriere des talentierten Spaniers, der anschließend über beide Backen strahlte. Nur sein Jubel war ihm dann doch etwas peinlich. “Wurde das etwa übertragen? Ach du Sch…”, lachte Sainz.

Sainz’ Gesicht, als er von seinem Funk-Fame erfährt

“Es war mein bisher bester Tag in der Formel 1 – ausgerechnet an einem schwierigen Wochenende, mit so viel Medienrummel um meine Zukunft”, erklärte der Spanier. Vor dem Rennwochenende wurde im Zuge der großen Motoren-Rochade unter anderem bekanntgegeben, dass Sainz für 2018 von Toro Rosso an Renault ausgeliehen wird (ABMS berichtete).

“Mein Start war nicht gut, weil ich viele Positionen verloren habe. Ich war wegen des Crashs in Kurve eins aber immer noch auf P9 und konnte dann mit den Intermediates gut überholen”, so Sainz. “Spätestens als ich gesehen habe, dass wir auf der gleichen Strategie sind wie Lewis (Hamilton, Rennsieger; d. Red.), wusste ich, dass es gut aussieht für uns. Wir haben nur einmal gestoppt und es auf superweichen Reifen geschafft, Sergio (Perez; d. Red.) hinter uns zu halten. Es war einfach ein perfektes Rennen!” Und ein herrlich unperfekter Jubel…

+++ Perez bleibt bei Force India: Mit seinem ersehnten Wechsel zu Ferrari hat es für Sergio Perez auch dieses Jahr nicht geklappt, deswegen fährt der Mexikaner wenig überraschend eine weitere Saison bei Force India. Das gab das Team Sonntag vor dem Singapur GP bekannt. “Ich bin sehr glücklich hier, deswegen war es immer meine Priorität zu bleiben” erklärte Perez. Teamboss Vijay Mallya sagte: “Sergio ist einer der besten Fahrer im Feld. Zusammen mit Esteban (Ocon, d. Red.) haben wir eine der aufregendsten Paarungen für nächstes Jahr.” Zuletzt waren wegen eines Crashs und Streits in Spa am Fortbestehen des Force-India-Duos zwar Zweifel aufgekommen – in Monza rauften sich Perez und Ocon aber wieder zusammen. In Singapur wurde nun sogar gemeinsam der Geburtstag des Franzosen gefeiert (s. oben).

+++ Zweites Rosberg-Baby da: Nico Rosberg zeigt stolz den Grund, warum er seine F1-Karriere nach dem WM-Gewinn letztes Jahr an den Nagel hängte: Familienleben und Zuwachs war der Plan. Und seit Dienstag sind die Rosbergs zu viert! Ehefrau Vivian brachte in Monaco nach Alaia (2) die zweite Tochter des Paares zur Welt. Ihr Name: Naila. “Die Geburt verlief ohne Komplikationen, alle sind wohlauf”, freute sich der stolze Papa. Eigentlich hatte Rosberg geplant am Wochenende bei der F1 in Singapur vorbeizuschauen, um auch seine neue Tätigkeit als Manager von Robert Kubica (ABMS berichtete) voranzutreiben. Dieser Besuch wurde nun aber natürlich abgesagt, um das neuen Familienglück in vollen Zügen genießen.

+++ Singapur verlängert Vertrag: Das Nachtrennen in Singapur bleibt bis mindestens 2021 fester Bestandteil des Rennkalenders der Formel 1. Die neuen US-Besitzer der Königsklasse einigten sich mit den Verantwortlichen des Marina Bay Street Circuit auf einen neuen Vierjahresvertrag. Das teilten beide Seiten am Freitag im Fahrerlager mit. Der bisherige Kontrakt galt nur noch für die zehnte Auflage den Großen Preis in dem asiatischen Stadtstaat an diesem Wochenende. Da aber bereits der benachbarte Malaysia GP ab nächster Saison wegfällt, war der Verbleib in Singapur bereits vor der Bekanntgabe ein offenes Geheimnis.