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Formel 1: Neuer Teamkollege für Hülkenberg Sainz wechselt zu Renault

— 10.09.2017

Sainz wechselt zu Renault

ABMS hatte es bereits im Juli angekündigt: Carlos Sainz verlässt Toro Rosso und wechselt zu Renault – einher damit geht der Motoren-Deal mit McLaren.

Was AUTO BILD MOTORSPORT und SPORT BILD schon im Juli angekündigt hatten, wird beim Großen Preis von Malaysia wahr: Spaniens Formel-1-Pilot Carlos Sainz (23) wird noch in dieser Saison von Red Bulls Juniorteam Toro Rosso zum Renault-Werksteam wechseln. Entsprechende Berichte des “Motorsport Network” wurden AUTO BILD MOTORSPORT von ranghohen Beteiligten bestätigt.

Renault statt Toro Rosso: Sainz soll Palmer ersetzen

Eigentlich hätte der Deal schon zum Grand Prix in Ungarn über die Bühne gehen sollen (ABMS berichtete). Damals waren sich Renault und Toro Rosso aber noch nicht über eine Ablösesumme, die damals rund acht Millionen Euro betragen sollte, einig geworden.

ABMS erfuhr: Sainz war schon vergangene Woche zur Sitzanpassung in der Renault-Fabrik in Enstone. Beim nächsten Rennen in Singapur sollen die letzten Detail geklärt werden. Dann wird der Deal offiziell. Sainz soll schon beim übernächsten Grand Prix in Malaysia den glücklosen Briten Jolyon Palmer ersetzen und neuer Teamkollege vom Deutschen Nico Hülkenberg werden. Der Spanier bekommt von Renault einen Vertrag bis Ende 2019.

Bei Red Bull wird der amtierende GP2-Meister Pierre Gasly Sainz’ Toro-Rosso-Cockpit übernehmen und neben dem Russen Daniil Kvyat fahren. Der französische Red-Bull-Junior, der dieses Jahr erfolgreich in der japanischen Super Formula fährt, muss sich ab Malaysia bewähren, damit er das Toro-Rosso-Cockpit auch für 2018 bekommt.

Spanisches Doppel: Alonso und Sainz sind Freunde

Sainz Wechsel setzt eine Kettenreaktion in Gang. Mit ihm wird nämlich auch Renault Toro Rosso als Motorpartner verlassen und zu McLaren wechseln. Im Gegenzug ist McLarens bisheriger Motorpartner damit frei für Toro Rosso. Nach Informationen von ABMS und SPORT BILD ist beschlossen, dass die Japaner ab 2018 Red Bulls Juniorteam mit Antriebseinheiten ausrüsten werden. Sollte Honda entscheidende Fortschritte machen, wird auch Mutterteam Red Bull 2019 zu den Japanern wechseln.

Bleibt die Personalie Fernando Alonso. Der Spanier hatte McLaren die Pistole auf die Brust gesetzt. Ohne einen Wechsel des Motorpartners (weg von Honda!) wollte er zu Williams-Mercedes wechseln. Deren Mitbesitzer Paddy Lowe hatte sich für den Doppelweltmeister stark gemacht. Die Kombination McLaren-Renault dürfte dem exzentrischen Spanier aber wieder besser schmecken. Wenn die Briten auch weiterhin sein Gehalt von mehr als 30 Millionen Euro aufbringen können, steht einem Verbleib nichts mehr im Wege.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff