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Formel 1: Keine Strafe für Vettel Vettel entschuldigt sich bei Hamilton

— 03.07.2017

Vettel entschuldigt sich bei Hamilton

Der Automobilweltverband FIA lässt Milde walten. Sebastian Vettel kommt nach seinem Rempler in Baku mit einem blauen Auge davon.




‘Baku-Rempler: Soll Vettel härter bestraft werden?’

Der Automobilweltverband FIA hat heute entschieden, Sebastian Vettel nicht noch einmal zu bestrafen. Der Ferrari-Star kommt mit einer Verwarnung davon, musste die volle Verantwortung für den Crash aber auf sich nehmen und sich entschuldigen. 

Außerdem wird der Deutsche einen Teil seiner Freizeit in “erzieherische Aktivitäten” im Rahmen der FIA-Nachwuchsformelserien und ein Meeting mit FIA-Kommissaren investieren. Von sämtlichen Aktionen der “FIA Road Safety” wird er bis Ende des Jahres ausgeschlossen.

“Hinsichtlich der Vorfälle von Baku würde ich mich gerne erklären”, kommentierte Vettel anschließend auf seiner Homepage. “Während der Runde vor dem Restart wurde ich von Lewis überrascht und bin ihm ins Heck gefahren. Rückblickend glaube ich nicht, dass er schlechte Absichten hatte. Im Eifer des Gefechts habe ich dann überreagiert und möchte mich deshalb bei Lewis direkt und allen, die das Rennen gesehen haben, entschuldigen. Mir ist klar, dass ich kein gutes Beispiel abgegeben habe.” 

Vettel weiter: “Ich hatte keinerlei Intention Lewis zu irgendeinem Zeitpunkt in Gefahr zu bringen, aber ich verstehe, dass ich eine gefährliche Situation verursacht habe. Deshalb möchte ich mich auch bei der FIA entschuldigen. Ich akzeptiere und respektiere die Entscheidungen, die heute beim Treffen in Paris beschlossen wurden genauso wie die Strafe aus Baku. Ich liebe diesen Sport und bin entschlossen ihn so zu repräsentieren, dass ich als gutes Beispiel für zukünftige Generationen abgebe.”

Vettel selbst war gemeinsam mit Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene in Paris anwesend. Nach einem gemeinsamen Studium sämtlicher Beweismittel mit FIA-Präsident Jean Todt, FIA-Vizepräsident Graham Stoker, FIA-Generalsekretär Peter Bayer und Formel-1-Rennchef Charlie Whiting sowie dessen Vize Laurent Mekies übernahm er die volle Verantwortung für den Rammstoß. 

Wird Vettels Vergehen in Baku noch härter bestraft?

“Profisport ist ein intensives Umfeld, in dem die emotionalen Wellen hochschlagen können”, wird FIA-Präsident Todt in einer Pressemitteilung der FIA zitiert. “Dennoch gehört es zur Rolle der Sportler, mit diesem Druck gelassen umzugehen und sich so zu verhalten, dass sie die Regeln ihres Sports respektieren. Sie müssen sich darüber klar sein, dass ihr Verhalten Einfluss auf diejenigen haben kann, die zu ihnen aufschauen. Sie sind Helden und Vorbilder für Millionen Fans auf der ganzen Welt und müssen sich entsprechend verhalten.” 

Die FIA stellte indes auch klar, dass jeder weitere Vorfall, in den Vettel involviert ist, ans internationale FIA-Gericht verwiesen werde. Damit fährt Vettel unter Bewährung.

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