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Formel 1: Hülkenberg wird Sechster Was passiert mit Kubica?

— 29.08.2017

Was passiert mit Kubica?

Nico Hülkenberg holt mit Rang sechs in Spa die Kastanien aus dem Feuer für Renault. Wieso Robert Kubica kein Comeback feierte und Jolyon Palmer bleiben durfte.
 

Renault ist im Mittelfeld das Team der Stunde. In den letzten drei Rennen holten die Franzosen 16 Punkte, zwei mehr als Force India, sieben mehr als McLaren, neun mehr als Toro Rosso, zehn mehr als Haas, elf mehr als Williams. Derzeit noch Achter, ist für Renault jetzt sogar Platz fünf noch in Reichweite. Zu Williams fehlen nämlich nur elf Zähler.

Renaults großes Problem: Nico Hülkenberg hat alle 34 bisherigen Punkte alleine erzielt. Jolyon Palmer kam nie in die Top 10. Viele Experten haben daher erwartet, dass ab Belgien ein anderer Fahrer im Cockpit sitzt. Vor allem, nachdem Robert Kubica in Budapest zweieinhalb Renndistanzen testen durfte. Doch Palmer blieb, war am Wochenende sogar schneller als Hülkenberg – wurde aber vom Pech verfolgt: Getriebeschaden im Qualifying, fünf Plätze zurück, Rang 13 im Rennen.

Robert Kubica will in die Formel 1 zurück

Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul erklärte in Belgien, wieso Kubica sechs Jahre nach seinem schweren Rallye-Unfall in Italien vorerst kein Formel-1-Comeback mit Renault feierte. „Wir hätten Robert gern zurück“, stellt er klar. „Aber es muss sinnvoll sein. Der Test war keine PR-Übung. Das ist etwas, das wir extrem ernst nehmen. Wir haben noch nicht alle Antworten, die wir aus dem Test bekommen wollten. Davon abgesehen ist die Formel 1 bezüglich dessen, was man tun kann, extrem restriktiv.“

Der Franzose spricht damit die eingeschränkten Testmöglichkeiten an. Abiteboul würde bei Kubica auch gern beurteilen können, wie sich die eingeschränkte Beweglichkeit von Kubicas rechtem Arm in heiklen Situationen wie Regen, Duellen oder Kollisionen auswirkt.  Nach Informationen von ABMS kann der Pole wohl auch um keine engen Ecken wie die Haarnadel in Monaco lenken, weil er seinen Arm nicht entsprechend beugen kann. Trotzdem gibt Renault ihm eine nächste Chance: Möglicherweise darf er in Malaysia das erste Freitagstraining fahren.

Autoren: Michael Zeitler, Bianca Garloff