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Formel 1: Hamilton noch ohne Ausfall Angst vor silbernem Schwächeanfall

— 28.09.2017

Angst vor silbernem Schwächeanfall

Lewis Hamilton kehrt an den Ort seines bittersten Ausfalls 2016 zurück: In Malaysia hat er keine gute Statistik. Droht auch dieses Jahr ein Rückschlag?

Malaysia ist kein gutes Pflaster für Lewis Hamilton. Bei zehn Auftritten in Sepang konnte der Brite nur ein einziges Mal gewinnen. Das war im Jahr 2014. Gemessen an seiner Quote auf anderen Strecken eine magere Ausbeute des 60-maligen GP-Gewinners. Hamiltons bitterste Erfahrung: das Rennen 2016, als ihm in Führung liegend der Motor platzte.

Unvergessen: Hamiltons schmerzliches Aus 2016

“Natürlich waren die Probleme mit der Zuverlässigkeit letztes Jahr nicht hilfreich. Ohne sie wären wir am Ende der Saison in einer anderen Position gewesen”, erinnert er sich an das schmerzliche Aus im Vorjahr. Damals warf er seinem Team sogar Sabotage vor. 2017 steht der Brite noch ganz ohne Technikdefekt oder gar Ausfall da. “Malaysia ist aber eines der härtesten Rennen des Jahres für Fahrer und Auto”, warnt er. “Wenn es Schwächen gibt, kommen sie hier zum Vorschein.” Hamiltons Angst vorm silbernen Schwächeanfall!

Immerhin: Nach Sebastian Vettels Startcrash in Singapur führt der Brite die WM mit 28 Punkten Vorsprung an. “Es ist schwer zu sagen, wie er diesen Rückschlag verkraftet hat und nun reagiert”, zuckt der Mercedes-Star mit den Schultern. “Ich rechne aber damit, dass Sebastian stark zurückkommt. Er ist ein viermaliger Weltmeister und schon immer gut darin gewesen zurückzuschlagen.”

Bunt und mit guter Laune: Hamilton am Donnerstag

Gut darin zurückzuschlagen, sind aber auch Hamilton und Mercedes: Seit der Sommerpause hat er alle drei Rennen gewonnen, damit für eine Wende im WM-Duell gesorgt. Hamilton forsch: “Ich will einfach dafür sorgen, dass es der letzte Wendepunkt in diesem Jahr bleibt.” Dafür spreche sein neues Verständnis für den Silberpfeil. “Gemeinsam mit den Ingenieuren, haben wir jetzt viel besser verstanden, wo wir das Auto haben wollen. Es ist viel klarer, was ich vom Wagen brauche. Deshalb haben wir in der zweiten Saisonhälfte einen soliden und besseren Job gemacht.”

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff, Ralf Bach