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Formel 1: Ferrari gegen Ferrari Schon zehn Mal hat’s am Start gekracht

— 25.09.2017

Schon zehn Mal hat’s am Start gekracht

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen krachten in Singapur schon zum vierten Mal zusammen. Das sind alle teaminternen Ferrari-Kollisionen.

Sie gelten als die Teamkollegen, die sich am besten verstehen: Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Immer wieder macht sich Vettel dafür stark, dass Räikkönen bei den Roten bleibt. Seit 2015 fahren sie zusammen für Ferrari, doch seither hat es schon vier Mal zwischen den beiden gekracht! Mehr als zwischen jeder anderen Ferrari-Fahrerpaarung.

Fast immer ist ein Dritter involviert: In Singapur war es Max Verstappen, in China 2016 Daniil Kvyat, in Malaysia 2016 Nico Rosberg und in Belgien 2016 erneut Verstappen.

Keine Ferrari-Paarung kollidierte öfter als Vettel und Räikkönen

40 Prozent aller Ferrari-Kollisionen gehen damit auf das Konto der aktuellen Fahrerpaarung. Zwei Mal crashten Niki Lauda und Clay Regazzoni. In Brands Hatch 1976 lösten sie einen Massenunfall mit mehreren Fahrzeugen aus. Zuvor in Spanien 1975 wurden sie Opfer des ungestümen Mario Andrettis. Lauda beschreibt: „Er hat Clay berührt und der ist dann in mich hineingerutscht. Wir hatten keine Chance.“ Ähnlich die Situation in Monaco 1995, als David Coulthard einen Unfall zwischen den beiden Ferrari von Gerhard Berger und Jean Alesi auslöste.

In den 50er Jahren hatte Ferrari meist mehr als zwei Fahrer am Start – das erhöhte auch die Crashgefahr. Wolfgang Graf Berghe von Trips, der 1961 auf dem Weg zum Titel in Monza tödlich  verunglückte, kollidierte in Monaco 1959 mit Tony Brooks – was dessen WM-Chancen zunichte machte. Mike Hawthorn und Peter Collins crashten in Monaco 1957.

Bleibt noch eine Kollision: Stefan Johansson startete am Nürburgring 1985 zum einzigen Mal in seiner Formel-1-Karriere aus der ersten Startreihe, wurde dann aber von Michele Alboreto aufs Korn genommen.