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Formel 1: Ferrari-Fahrer in Führung 22 Mal die WM noch verloren

— 11.11.2017

22 Mal die WM noch verloren

Sebastian Vettel führte die WM 2017 ganze zwölf Rennen an. Doch am Ende verlor er sie. Zum 22. Mal für einen Ferrari-Fahrer. Eine Statistik muss ihm zusätzlich Sorgen machen.

Was für ein Absturz für Sebastian Vettel: Nach zwölf WM-Läufen war der Deutsche noch klarer Tabellenführer. Sechs Rennen später hat er die Weltmeisterschaft vorzeitig verloren. Zwei Grand Prix vor Saisonende.

Zum 22. Mal in der Geschichte der Formel 1 hat damit ein Ferrari-Pilot die Tabelle angeführt, am Ende aber doch verloren. Zum Vergleich: Nur 15 Mal wurde ein Fahrer der Scuderia auch Champion. Auch das sind die Gründe, wieso Ferrari stets eine gewisse Unzuverlässigkeit, Fehlerhäufigkeit und Unvermögen nachgesagt wird.

Hat 2006 auch geführt, aber verloren: Michael Schumacher

Was Vettel aber vor allem Sorgenfalten auf die Stirn jagen wird, ist eine andere Statistik: Nur in vier der 22 Fälle wurde der Ferrari-Pilot in späteren Jahren noch einmal Weltmeister: Michael Schumacher, der 1997 und 1999 die WM anführte, aber erst 2000 zum ersten Ferrari-Titel kam; Niki Lauda, der 1974 und 1976 führte, aber nur 1975 und 1977 jeweils Weltmeister wurde. Immerhin: Das Lauda-Beispiel dürfte Vettel Hoffnung machen.

In der Bildergalerie zeigen wir ihnen alle 22 Jahre, in denen ein Ferrari-Pilot die Meisterschaft anführte, ein Konkurrent sie aber gewonnen hat.


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