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Formel 1: Es brodelt in Hamilton Verwirrung um Anti-Trump-Video

— 29.09.2017

Verwirrung um Anti-Trump-Video

Lewis Hamilton sorgt mal wieder mit einem Instagram-Video für Aufsehen. Diesmal geht es aber um Politik. Kolumne aus dem Fahrerlager in Sepang.

Es war der Aufreger am Freitag im Fahrerlager: Das Chihuahua-Video, das Lewis Hamilton auf seiner Instagram-Seite postete. Der britische Superstar hatte es irgendwo entdeckt und seinen Millionen von Fans mit Genuss zugänglich gemacht. Es zeigt den kleinen Hund eines Mexikaners, der mit seinem Hinterteil genussvoll aber obszön auf dem Gesicht einer Donald-Trump-Puppe herum wackelte.

Fest steht: Nur seinen Hintern abwischen wollte sich der kleine Wautzi an der Puppe des US-Präsidenten nicht. Nach circa fünf Stunden war das Video des frustrierten mexikanischen Trump-Antisympathisanten indes wieder auf Hamiltons Seite wieder verschwunden. Ich erfuhr warum: Eine dem Formel-1-Sport extrem zugetane Vereinigung bat Lewis, das Video besser zu löschen. Schließlich stehe in drei Wochen der USA GP auf dem Programm. Man wolle Schwierigkeiten bei der Einreise Hamiltons in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten doch besser aus dem Weg gehen.

Immer interessant: Hamilton und die sozialen Medien

Es handelte sich hierbei übrigens nicht um die CIA. Auch nicht um das FBI. Auch Mercedes war es nicht, verriet Mercedes-Motorsport Toto Wolff. Dem Wiener war die Sache sichtlich unangenehm, dennoch stellte er sich hinter seinen Superstar. “Die USA gehören zu den Staaten, wo man seine Meinung frei äußern kann. Mehr will dazu aber nicht sagen.”

Allein! Das Video zeigte eins: Wie sehr es im Innern Hamiltons brodelt. Der Brite steht kurz davor, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens abseits der Rennstrecke fündig zu werden. Früher bewunderte er nur Persönlichkeiten wie Muhammad Ali und Nelson Mandela für ihren bedingungslosen Kampf für Menschenrechte. Jetzt will er es ihnen immer mehr gleichtun. Das Video war nur der Anfang, da bin ich mir sicher. Ich erfuhr: Im Mercedes-Team ist man jetzt schon darauf vorbereitet, dass Hamilton, wenn er den USA GP in Austin gewinnen sollte, als Protestgeste auf die Knien gehen wird. Und sich damit mit den NFL-Profis solidarisiert, die gerade mit ihren Protesten Trump und die USA in Aufruhr versetzen. Fortsetzung folgt also!


Fotos:
Picture-Alliance / ABMS / Lewis Hamilton Instagram