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Formel 1: Alonso testet Toyota “Jetzt können wir über Zukunft reden”

— 19.11.2017

“Jetzt können wir über Zukunft reden”

Fernando Alonso hat beim Test in Bahrain 113 Runden im Toyota TS050 Hybrid absolviert. Der Le-Mans-Start für 2018 ist aber noch nicht sicher. Details zum Rookie-Test.

Ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister klemmt sich in einen 1000-PS-Prototyp. Doch der Spanier fuhr bei den Testfahrten der Sportwagen-WM in Bahrain nicht allen davon, im Gegenteil: In der Rookie-Session war er hinter Pietro Fittipaldi (Porsche) und Thomas Laurent (Toyota) Dritter. Am Nachmittag spulte er weitere Runden ab, verbesserte seine Zeit, sammelte aber vor allem Erfahrung im Toyota TS050 Hybrid. 113 Mal umrundete er den 5,407 Kilometer langen Kurs insgesamt.

113 Runden spulte Alonso in Bahrain ab

Hinterher zeigte er sich begeistert: „Das war ein fantastischer Tag. So ein Prototyp ist nicht nur schnell, sondern auch sehr konstant zu bewegen. Irgendwann will ich damit ein Rennen fahren.“ Im Januar gibt Alonso sein Debüt bei den 24 Stunden von Daytona. Viele glauben: als Vorbereitung auf einen Le-Mans-Start 2018. Noch ist der Start des Spaniers an der Sarthe aber nicht in Stein gemeißelt. Erst einmal muss Toyota seinen Verbleib in der WEC bestätigen – als Solo-Werksteam nach dem Ausstieg von Porsche. Alonso: „Jetzt haben wir genug Zeit, um uns über die Zukunft Gedanken zu machen.“ Seinen Formel-1-Platz bei McLaren behält der 36-Jährige.

Bleibt Toyota, dann treffen die Japaner auf zahlreiche Privatteams. Das russische SMP-Team hat drei BR-Prototypen entwickelt. Zwei werden mit einem V6-Biturbo von AER unter Eigenregie eingesetzt, einer von DragonSpeed mit einem V8-Sauger von Gibson. Das Ex-Formel-1-Team Manor steigt mit einem Ginetta-Sportwagen auf, die ByKolles-Mannschaft aus Deutschland bleibt und auch Rebellion wird mit einem von Oreca entwickelten LMP1-Sportwagen wohl aufsteigen.