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Ford Focus (2018): Vorschau, Erlkönig und Preis Ford enthüllt den neuen Focus

— 14.11.2017

Ford enthüllt den neuen Focus

Infotainment, Fahrerassistenz, Connectivity, Antriebe, autonomes Fahren: Der neue Ford Focus legt in allen Kategorien zu. 2018 kommt der Kompakte auf den Markt. AUTO BILD hat neue Infos und Erlkönigfotos.

Die AUTO BILD-Erlkönigjäger haben den neuen Ford Focus nahezu ungetarnt erwischt! Der Kompakte soll Mitte 2018 auf den Markt kommen.

Das Design orientiert sich stark am Fiesta

Den neuen Focus hat Ford wieder als Weltauto konzipiert, wie gehabt gibt es die Karosserievarianten Schrägheck, Turnier und Limousine. Die vierte Generation hat bereits Form angenommen, neue Erlkönigfotos lassen auf ein optisch gelungenes Auto schließen – etwas flacher und breiter, mit deutlich längerem Radstand, kürzerem hinterem Überhang und leicht rückwärtig versetzten A-Säulen. Das erwischte Testfahrzeug ist kaum getarnt. Nur die bunte Folierung soll von der Linienführung ablenken. Augenscheinlich hat sich Ford optisch deutlich am kleineren Fiesta orientiert. Von diesem übernimmt er die breiten Scheinwerfer, die sich bis in die Kotflügel ziehen. Außerdem erhält der neue Kompakte das typische Ford-Familiengesicht mit dem an Aston Martin erinnernden Kühlergrill. In der Seitenansicht ist die ansteigende Fensterlinie zu erkennen, die beim Fiesta ähnlich gestaltet ist.

Obwohl die Rückleuchten teilweise mit Folie überzogen sind, lässt sich die Grundform erkennen, die den Rückleuchten des Kleinwagens aus dem selben Hause ebenfalls ähneln. Das Heck wirkt rund und wird von einem Dachspoiler geprägt, der sich tief in die abgerundete Scheibe zieht. Der Kombi bekommt als einziges Derivat ein deutlich längeres Heck und damit einen Laderaum, der dicht an das Mondeo-Format heranrückt. Unterschiedliche Anbauteile, Grilleinsätze und Leuchten sorgen für eine klare optische Trennung zwischen den Modellen. Zusätzlich zu Trend, Titanium, ST-Line und ST erwarten wir den nobel ausgestatteten Vignale und den knallig-sportlichen RS mit Allradantrieb. Nach dem Fiesta will Ford auch den Focus in der Active-Ausführung anbieten, die an die Alltrack-Pakete der Konkurrenz erinnert.

Modernste Elektronik und mehr Sicherheit

Wie beim Vorgänger, traut sich Ford auch in Zukunft eine etwas gewagtere Formensprache zu.

Die bisherigen Mankos in Bezug auf Infotainment, Assistenzsysteme und Anmutung will Ford beim neuen Focus beseitigen. Die Sudoku-Ergonomie ist angeblich ebenso Vergangenheit wie die teils lieblosen Werkstoffe und die nicht immer zeitgemäße Technik. Parallel zu der um etwa 50 Kilo leichteren, von Grund auf neuen C2-Plattform hat man in Köln auch eine zukunftsweisende Elektronik-Architektur entwickelt. Damit ist der Focus mit all dem kompatibel, was der Ford-Konzern weltweit in Sachen Fahrerassistenz, Infotainment, Spracheingabe, Connectivity, alternative Antriebe und autonomes Fahren zu bieten hat. Die C2-Matrix soll außerdem verwindungsfester, crashsicherer und noch flexibler sein – selbst wenn die in Amerika und China angebotenen E-Varianten für Europa vorerst nicht geplant sind.

Mildhybrid und 400-PS-RS

Ford hat für den Focus 4.0 vorerst nur einen einzigen Mildhybriden in petto, und zwar den 1,0-Liter-Dreizylinder mit 131 statt 125 PS und 200 statt 170 Nm. In Verbindung mit dem Vierzylinder dürfte der Hybrid um 12 kW/ 40 Nm erstarken und Überholvorgänge durch einen zeitlich beschränkten E-Boost-Effekt beschleunigen. In Verbindung mit der Zylinderabschaltung soll der Verbrauch um bis zu zehn Prozent sinken. Die Leistungsspanne des neuen Focus reicht vom 101 PS starken 1,0-Liter-Turbo bis zum doppelt aufgeladenen 2,0-Liter, der es im RS auf 367 PS und 450 Nm bringt. Messepremiere könnte der neue Focus womöglich auf einer der US-Messen Ende 2017 haben, bevor er 2018 zu den Händlern kommt. Trotz mehr Platz und verbesserter Ausstattung sollen die Preise nur moderat angezogen werden. Aktuell startet der Focus bei 18.900 Euro. Der Neue dürfte nicht deutlich über 19.000 Euro kosten, damit er konkurrenzfähig bleibt.

Autoren: Jan Götze, Georg Kacher, Michael Gebhardt, Elias Holdenried