/Flüchtlinge finden über das Münchner Startup Social-Bee in Deutschland Arbeit

Flüchtlinge finden über das Münchner Startup Social-Bee in Deutschland Arbeit

Viele der Gemüse, die Masood Sutanzadeh für Einkäufer in einem Bio-Supermarkt in der Metropolregion München aufstellt, waren ihm unbekannt, bevor er aus Afghanistan nach Deutschland kam. Der 24-Jährige verbessert seine Sprachkenntnisse durch Gespräche mit Kunden.

“Mein Ziel ist sehr einfach”, sagte Sutanzadeh. “Ich möchte ein normales Leben haben. Alles, was mir wichtig ist, ist, dass es eine sichere Umgebung gibt.”

Im Afghanistan Er hatte als Elektriker für die US Army gearbeitet, was ihn zum Ziel der Taliban gemacht hatte. 2015 entschloss er sich zu fliehen und kam über den Iran, die Türkei und den Balkan nach Deutschland. Innerhalb weniger Tage nach seiner Ankunft meldete er sich für einen Deutschkurs an. Ein Jahr später begann er sich für Jobs zu bewerben. Es wurde schnell offensichtlich wie schwierig es wäre um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

“Ab und zu erhielt ich Ablehnungsschreiben, aber meistens bekam ich keine Antwort”, sagte Sutanzadeh. In der Tat konnte er seinen Job nur durch die Beharrlichkeit eines Münchner Startups auf dem Markt bekommen. “Social-Bee hat mir eine Chance gegeben”, sagte Sutanzadeh.

Maximilian Felsner und Zarah Bruhn gründeten Social-Bee, nachdem sie entschieden hatten, dass sie nicht tatenlos zusehen konnten, wie Hunderttausende von Flüchtlingen waren vom deutschen Arbeitsmarkt ausgeschlossen . Sie wollten zur Abwechslung Erfolgsgeschichten hören und entwickelten die Idee einer “Nonprofit-Zeitarbeitsagentur” als Brücke zum Arbeitsmarkt.

Social-Bee co-founder Maximilian Felsner

Felsner sagt, Social-Bee verbindet Arbeitgeber mit bezahlbaren Arbeitskräften

“Wir stellen Flüchtlinge und Asylbewerber ein, um für uns zu arbeiten, und übertragen sie später auf Partnerunternehmen”, sagte Felsner. Arbeitnehmer erhalten auch sozialpädagogische Unterstützung, Sprachentwicklung und andere Weiterbildung. Darüber hinaus erhalten sie von der Startup-Firma ein regelmäßiges Gehalt, das die Gründer mittelfristig durch Ablösesummen finanzieren wollen, das aber derzeit von gemeinnützigen Stiftungen gedeckt wird.

“Viele sind entmutigt”

Das Ziel, sagte Felsner, ist für sozial-Bee Mitarbeiter schließlich an die Mitarbeiter der Partnerunternehmen angestellt werden. Der große Vorteil, sagte er, dass „wir im Vorfeld alle bürokratischen Hürden für Unternehmen entfernen und mit den Asylfragen befassen, die oft alle zur gleichen Zeit auftreten.“

Einige Unternehmen wurden bereits gewonnen. Partnerfirmen sind namhafte Firmen wie Aldi, Würth, Zeppelin und Sys Microtech sowie kleine und mittlere Unternehmen aus dem Großraum München.

“Viele sind entmutigt von der Bürokratie und wissen oft nicht, wie sie Flüchtlinge und Asylsuchende einstellen können”, sagte Felsner.

Missverständnisse können entstehen. Manager glauben oft, dass sie jemanden einstellen werden, der sehr dankbar für die Beschäftigung ist und sich schnell daran anpassen wird. Wenn es anders kommt, können schnell zwischenmenschliche Konflikte entstehen, sagte er: “Wir agieren einerseits als Puffer, bereiten Flüchtlinge auf solche Situationen vor und andererseits helfen wir Unternehmen, die Mitarbeiter richtig zu verstehen.”

Als gemeinnützige Organisation fließen die Erträge von Social-Bee wieder in ihre Arbeit ein – und damit zurück in die Unterstützung von Arbeitssuchenden. Das Startup hatte bisher mehr als 50 Mitarbeiter unter Vertrag. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurde bereits erfolgreich in Festanstellungen vermittelt.

Felsner zeigte sich optimistisch, dass das Startup weiter expandieren werde. “Bis Ende des Jahres wollen wir 100 Mitarbeiter haben – auch in anderen Städten”, sagte er. Wenn alles nach Plan läuft, werden bis zu 1.000 Vertriebene von der Beschäftigung über Social-Bee in Festanstellungen mit den Unternehmen wechseln, die sie in den nächsten drei Jahren unter Vertrag genommen haben. Bislang habe der Plan funktioniert, sagte Felsner: “Mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter, die für uns gearbeitet haben, sind jetzt fest angestellt, haben mit dem Training begonnen oder begonnen zu studieren.”

Sutanzadeh ist sicherlich glücklich, anderen zu erzählen, die in der Situation sind, in der er sich in Social-Bee befand. “Ich fühle mich als wäre ich Teil einer richtigen Familie hier”, sagte er.

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Angelegenheit der Erfahrung

Der nächste Plan ist, den Service landesweit zu übernehmen. Die Gründer haben sich die Idee einer Informationskampagne ausgedacht, um Unternehmen die Einstellung von Leuten wie Sutanzadeh weniger zurückhaltend zu machen.

Die Botschaft der Kampagne lautet, dass Menschen, die die gefährliche Migration nach Europa geschafft haben, die Fähigkeiten besitzen sollten, in die deutschen Arbeitskräfte einzutreten. “Ich überlebte mit 85 Menschen in einem kleinen Schlauchboot”, sagt ein Werbeplakat mit Zeray aus Eritrea. “Ich bin ein Teamplayer.”

Dies zielt direkt auf die vorherrschenden Vorurteile in vielen deutschen Personalabteilungen ab und soll das klare Signal geben, dass Vertriebene nicht automatisch sein sollten als schwächere Kandidaten abgewertet auf dem Arbeitsmarkt. “Was jemand durchgemacht hat, kann zur Stärke werden”, sagte Felsner.

Sutanzadeh ist ein Beispiel dafür. Er hat bereits viele Hürden überwunden, um Arbeit zu finden und in einer neuen Kultur anzukommen. Er steht jedoch immer noch vor einem rechtlichen Hindernis: Seit einigen Monaten ist er von der Abschiebung bedroht, nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde.

“Ich konnte nachts ohne die Leute von Social-Bee nicht schlafen”, sagte Sutanzadeh. Seine Arbeit im Bio-Supermarkt hilft ihm, weiterzumachen. Was auch immer passiert, fügte er hinzu, es hat sich gelohnt, nach Deutschland zu kommen.