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FireEye dementiert Hacker-Angriff auf US-Sicherheitsfirma Mandiant

FireEye dementiert Hacker-Angriff auf US-Sicherheitsfirma Mandiant


Dennis Schirrmacher

(Bild: dpa, Oliver Berg/Symbol)

Ein unbekannter Hacker brüstete sich damit, dass er das Netzwerk von Mandiant und Computer von Mitarbeitern kompromittiert hat. FireEye erklärt nun, dass das nicht stimmt.

FireEye versichert, dass es keinen erfolgreichen Hacker-Angriff auf das eigene Netzwerk gegeben hat. Es soll Übergriffversuche gegeben haben, diese sollen aber nicht geklappt haben. Auch Arbeitscomputer sollen nicht betroffen sein, führt das Unternehmen in einem offiziellen Statement aus.

Vergangene Woche behauptete ein unbekannter Hacker, dass er tief im System der US-Sicherheitsfirma Mandiant steckt und Informationen von Mitarbeitern und Kunden abzieht und veröffentlicht. FireEye hat Mandiant Ende 2013 für rund 1 Milliarde US-Dollar aufgekauft.

Daten aus anderen Leaks

Der mutmaßliche Hacker untermauerte seine Aussagen mit einem Leak von internen Informationen. Darunter etwa Screenshots von vermeintlich gekaperten Microsoft-Konten und Aufenthaltsorten eines Mandiant-Mitarbeiters.

FireEye erklärt nun, dass der Hacker zwar Zugriff auf diverse Online-Konten eines Mitarbeiters hatte, doch die Zugangsdaten sollen aus anderen Datenlecks, zum Beispiel aus dem LinkedIn-Hack, stammen. Einige vom Hacker veröffentlichte Daten kommen aus den gekaperten Konten, andere sollen ohnehin öffentlich zugänglich sein, führt FireEye aus.

Wem glauben?

Wie das Ganze nun vonstatten ging, ist nicht einfach zu beurteilen: Auf der einen Seite steht der Hacker, der große Töne spuckte. Er drohte nicht nur FireEye, sondern im Grunde allen Sicherheitsforschern, dass Hacker sie stetig überwachen. Sein Pastebin-Eintrag zum vermeintlichen Übergriff auf FireEye ist mittlerweile offline. Auf der anderen Seite findet sich FireEye, die beschwichtigend erklären, dass es keinen Hack gegeben hat und sie alles im Griff haben.


(des)