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FDP-Chef will alle Flüchtlinge zurückschicken

FDP-Chef Christian Lindner
Bild: dpa

Noch 17 Tage bis zur Bundestagswahl 2017. Die Spitzenkandidaten der Parteien hetzen von einem Interview zum nächsten und absolvieren rund um die Uhr Wahlkampftermine. Ein für die Deutschen besonders brisantes Thema ist die Flüchtlingspolitik. Wie wird es weitergehen mit den aufgenommenen Flüchtlingen? Das wollte auch die “Bild”-Zeitung von Christian Lindner wissen und bat den FDP-Chef zum Gespräch.

Flüchtlingskrise 2015: Hunderttausende Flüchtlinge erreichten Deutschland

Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutschen Grenzen öffnete und Hunderttausende ins Land ließ. Grund war eine humanitäre Notsituation, für die auch FDP-Chef Lindner Verständnis hat. Er allerdings hätte im Anschluss die Grenzen sofort wieder geschlossen. “Offene Grenzen und der Verzicht auf Regeln sind nicht liberal, sondern das Gegenteil. Freiheit braucht den Rechtsstaat”, so Lindner im “Bild”-Interview.

FDP-Chef Christian Lindner will alle Flüchtlinge zurückschicken

Wie es nun mit den Flüchtlingen weitergehen soll, dazu hat der 38-Jährige eine klare Meinung. “Aus dem Flüchtlingsstatus kann nicht automatisch ein dauerhafter Aufenthaltsstatus werden. Die Menschen müssen in die alte Heimat zurückkehren, sobald die Lage es dort zulässt.” Und damit meint der FDP-Chef tatsächlich alle Flüchtlinge, wie er im Interview bekräftigt. “Wenn Frieden herrscht, müssen Flüchtlinge zurückkehren.”

Integration als Übergangslösung bis zur Abschiebung

Doch ein baldiger Frieden ist in Syrien nicht zu erwarten. Die Menschen werden daher mit großer Wahrscheinlichkeit noch Jahre in Deutschland bleiben. In dieser Zeit kann aber dennoch einiges für die Kriegs-Flüchtlinge getan werden. Sie erhalten, so Lindner, Sprachkurse, Zugang zum Arbeitsmarkt und Schulbildung für die Kinder. Doch geht es nach dem FDP-Chef darf all dies nur eine Übergangslösung sein, am Ende müssen sie zurück in ihr Heimatland.

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fka/bua/news.de