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FBI verhaftet Studenten, der Noten mittels Keylogger manipulierte

FBI verhaftet Student, der monatelang seine Noten mittels Keylogger manipulierte

Campus der Universität von Iowa

(Bild: The University of Iowa )

Dem mutmaßlichen Täter droht wegen zwei Strafbeständen jeweils eine Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis. Er hatte in 21 Monaten mehr als 90 Mal seine eigenen Noten geändert, bevor er aufgeflogen war.

Ein 22 jähriger Student der Universität von Iowa in den USA ist von der Bundespolizei FBI verhaftet worden, weil er seine Professoren mit einem Keylogger ausspioniert haben soll. Mittels des Hacking Gadgets sei er an deren Zugangsdaten gelangt und habe so die eigenen Noten sowie Zeugnisse von Kommilitonen manipuliert. Außerdem soll er im Vorfeld von Klausuren in den Besitz der Fragen gelangt sein und diese ebenfalls an seine Mitstudenten verteilt haben. Der Angeklagte, der mittlerweile zwangsexmatrikuliert wurde, änderte seine eigenen Noten den Ermittlungsakten des FBIs zufolge zwischen März 2015 und Dezember 2016 über 90 Mal.

Das Ganze flog auf, als einer Dozentin auffiel, dass die Noten des Angeklagten ohne ihre Erlaubnis geändert worden waren. Als das FBI im Januar das Apartment des Verdächtigen durchsuchte, fanden die Ermittler Hardware-Keylogger und USB-Sticks, auf denen sie die im Vorfeld geleakten Klausuren sicherstellen konnten. Auf dem Handy des Verdächtigen fanden sie Messenger-Chats, in denen dieser sich mit Komplizen über das Platzieren der Keylogger unterhielt. Demnach hatten ihm Kommilitonen geholfen, sicherzustellen, dass Professoren die verwanzten Rechner auch tatsächlich benutzten. In den Chats nannten sie die Keylogger ausweichend Hand Gottes (“Hand of God”) oder Ananas (“Pineapple”).

Laut der New York Times sieht sich der Angeklagte mit zwei unterschiedlichen Hacker-Delikten konfrontiert, die jeweils mit einer Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis belegt sind. Die Universität von Iowa gibt demnach an, 68.000 US-Dollar für die Untersuchung des Falls und der Verbesserung der IT-Sicherheit des Campus ausgegeben zu haben. Wie einfach es ist, auch hierzulande an entsprechende Hacking Gadgets zu gelangen, zeigt unter anderem die aktuelle Marktübersicht zu solcher Hardware aus c’t 18/17.


(fab)