/Fake Games: Valve geht gegen Steam-Abzocker vor

Fake Games: Valve geht gegen Steam-Abzocker vor

(Bild: Valve)

Betrüger veröffentlichten Klon-Spiele unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Accounts auf der Steam-Plattform. Nun hat Valve Accounts samt einer Vielzahl von Spielen gelöscht.

Valve hat 173 Spiele aus seinem Steam-Onlinemarktplatz entfernt. Dies berichtet die Website Polygon. Dabei handelt es sich um Spiele, die von dem Silicon Echo Studios stammen und über das Steam-Direct-System veröffentlicht wurden. Diese Entwickler wurden bereits von zahlreichen Steam-Nutzern für die geringe Qualität ihrer Spiele kritisiert. Dabei handelt es sich um Titel wie Clickey, Grim Banana und Shapes, die alle aus bereits vorgefertigten Unity-Bausteinen zusammengesetzt wurden. Offenbar hat Silicon Echo Studios solche Spiele auch unter dem Namen Zonitron Productions verkauft. Nach einer Recherche des Youtubers SidAlpha sollen die Entwickler insgesamt 86 Spiele allein im Juli und August 2017 veröffentlicht haben, was allein zehn Prozent der in diesem Zeitraum auf Steam erschienenen Titel entspreche.


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Valves Spieledienst Steam hat mittlerweile mehr aktive Nutzer als Xbox Live.

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Die Spiele wurden kostenlos oder in günstigen Bundles vertrieben. Steam-Nutzer konnten dadurch ihr User-Level erhöhen und digitale Sammelkarten erhalten, die sie wiederum gegen Geld verkauften, wovon auch die Entwickler selbst profitierten. Valve prangerte dieses Verhalten bereits im August an und drohte Firmen mit einer Begrenzung von Spiele-Keys. Valve hat nun die gesamte Spiele-Bibliothek von Silicon Echo Studios entfernt. Käufer können auf ihre Titel allerdings weiterhin zugreifen.

Valve erklärte gegenüber Polygon, dass sich zahlreiche Nutzer sowie andere Entwickler über die betroffenen Steamworks-Accounts beschwert hätten. Dabei habe sich nach der Analyse durch ein Valve-Team herausgestellt, dass hinter zahlreichen beschuldigten Accounts die gleiche Person steckte. Diese habe nahezu identische Spiele unter verschiedenen Namen auf Steam verbreitet, die Funktionsweise des Steam-Stores missbraucht und es Käufern erschwert, gute Spiele zu finden. Als Konsequenz habe man nicht nur die betroffenen Spiele aus dem Steam Store entfernt, sondern auch die Geschäftsbeziehungen zu den beschuldigten Personen beendet. In der Erklärung weist Valve Entwickler darauf hin, die Regeln des Stores und ebenso die Käufer zu respektieren. Das Manipulieren des Stores und das Veröffentlichen von Klon-Spielen werde man nicht tolerieren.


(mfi)