/Facebook-Chef Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

Facebook-Chef Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

(Bild: dpa, Kay Nietfeld)

Nach deutlicher Kritik von Facebook-Investoren an der Aktienstruktur des Sozialen Netzwerks hat Mark Zuckerberg nun eingelenkt. Er könne seine Kontrolle über Facebook auch anders sichern, schreibt er in einem FB-Post.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat nach Widerstand von Investoren Pläne für eine neue Aktienstruktur zur Sicherung seines Einflusses im Konzern aufgegeben. Die Einführung einer zusätzlichen Anteilsklasse ohne Stimmrechte sei abgeblasen worden, teilte der Unternehmer am Freitag mit.

Es geht um Machterhalt

Zuckerberg hatte auf diesem Weg sicherstellen wollen, dass er trotz massiver Aktienverkäufe nicht die Kontrolle über das Online-Netzwerk verliert. Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan hatten mehrfach angekündigt, sie planten im Laufe ihres Lebens fast ihre gesamte Facebook-Beteiligung für wohltätige Zwecke zu spenden. Wenn der Facebook-Gründer dazu in den kommenden Jahren schrittweise Facebook-Aktien spendet, würde sein Anteil an dem Online-Netzwerk sinken. Um dennoch weiterhin die Kontrolle über das Soziale Netzwerk zu behalten und nicht teilweise an andere Investoren abgeben zu müssen, waren 2016 die Aktien ohne Stimmrechte eingeführt worden.

Anleger hatten daraufhin zunächst gefordert, Zuckerberg solle seinen Aufsichtsratsposten abgeben. Außerdem klagten sie gegen die Abspaltung einer stimmrechtslosen Aktienkategorie. Laut Zuckerberg ist diese für seinen Machterhalt aber nun ohnehin nicht mehr nötig; dies teilte er auf Facebook mit. Dank der guten Kursentwicklung sei er inzwischen so reich, heißt es in seiner Begründung, dass er sein philanthropisches Engagement finanzieren und zugleich in den nächsten 20 Jahren die Kontrolle bei Facebook behalten könne.

Weiterhin umfangreiche Spenden geplant

Am Versprechen, im Laufe seines Lebens 99 Prozent seiner Aktien zu spenden, ändere sich indes nichts. Im Gegenteil: Bereits in den nächsten 18 Monaten will Zuckerberg weitere Anteile in Milliardenwert abstoßen, um mit dem Erlös etwa Bildung und Wissenschaft zu fördern. (dpa) /


(dwi)