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Externe Grafikkarten: Laptop-Power im Vergleich

Lahme Gurke wird zum Powerhouse

| von Rian Voß

Günstige Gaming-Notebooks: Preiswerte Alternativen zum Spiele-PC

Kein PC ist perfekt. Desktops sind stark, aber stationär. Notebooks sind mobil, lassen sich aber nicht erweitern. Den sündhaft teuren Gaming-Laptop muss man irgendwann in seiner Gesamtheit versilbern – oder wegschmeißen. Aber was, wenn man das günstige Arbeitsnotebook zuhause per Kabel an eine externe Grafikkarte anschließt und in den Gaming-Turbo schaltet? Wir sagen Ihnen, welche Modelle es derzeit gibt und worauf es beim Kauf ankommt.

Was kann eine externe Grafikkarte?

Externe Grafikkarten kommen in vielerlei Ausführungen. Bei vielen handelt es sich um kleine Gehäuse ähnlich einer NAS. Diese bieten eine Stromversorgung und alle notwendigen Anschlüsse – darunter mindestens einen PCI-Express-Slot für die Grafikkarte. Oft lassen sich die Gehäuse aber auch gleich als Docking-Station verwenden. An den Außenseiten sitzen dann mehrere USB-Anschlüsse und ein Ethernet-Port. Im Grunde handelt es sich um einen fast vollständigen Mini-PC. Das angeschlossene Notebook steuert dann nur noch CPU und Festplatte bei.

Volle Leistung dank Thunderbolt 3

Fast alle Hersteller externer Festplatten setzen auf Thunderbolt 3 für die Übertragung. Das hat zwei gute Gründe: Einmal ist die Übertragungsgeschwindigkeit mehr als ausreichend. Unkomprimierte 4K-Bilder in TrueColor (3.840 x 2.160 x 24 Bit = 23,73 MByte) kosten bei 60 Bildern pro Sekunde nur 1,4 GByte/s. Thunderbolt 3 schafft bis zu 5 GByte/s bei kaum merkbarer Latenz. Entsprechend können Sie auch den ganzen Internetverkehr durch das Gehäuse schleifen. Gleichzeitig lädt Thunderbolt 3 Ihren Laptopakku auf. Der Nachteil ist, dass Mobilgeräte mit Thunderbolt 3 immer noch recht teuer sind. Eines der günstigsten, die wir finden konnten, ist das Acer Switch 12 für rund 700 Euro.


Acer Aspire Switch 12S zum besten Preis finden
Der Alienware Amplifier ist günstig – benutzt statt Thunderbolt aber einen proprietären Anschluss.

Eine für alles

Wenn Sie sich eine externe Grafikkarte kaufen möchten, dann ist unsere generelle Empfehlung, dass Sie sich eine All-inclusive-Box besorgen. Es müssen genügend USB-Ports und mindestens Ethernet dran sein. Das Gehäuse sollte genügend Platz bieten, so dass Sie nicht auf Mini-Varianten von Highend-Karten zugreifen müssen – eine Nvidia Geforce GTX 1080 Ti braucht eben ihren Platz, nicht nur in die Länge, sondern auch in die Breite. Da muss auch das Netzteil passen: Komponenten zwischen 400 und 500 Watt werden auch bei der mächtigsten Grafikkarte nicht streiken, aber solche mit 500 oder 600 Watt werden effizienter arbeiten. Tragekomfort, geringe Größe und Gewicht sind nette Features, aber kein Must-Have. Der Sinn ist ja, dass das Notebook mit Ihnen unterwegs ist und es sich mit der daheim wartenden Station in einen Gaming-PC verwandelt.

Externe Grafikkarten im Vergleich

Specs Asus ROG Station XG 2 Gigabyte Aorus GTX 1070 Gaming Box

Anschluss

Thunderbolt 3

Thunderbolt 3

Netzteil

600 Watt

450 Watt

Weitere Anschlüsse

4 x USB 3.0, Ethernet

3 x USB 3.0, 1 x USB 3.0 mit Quick Charge

Abmessung

28 x 16 x 46 cm

16 x 10 x 21 cm

Gewicht

5,1 kg

2,4 kg

Extras

Inkl. Tragetasche

Erscheinungsdatum

erschienen

erschienen

Preis

550 Euro

680 Euro

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Welches Modell sollten Sie kaufen?

Derzeit gibt es noch keine eingeschränkt empfehlenswerte Grafikkartenbox. Der Alienware Amplifier bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis, funktioniert aber nur mit Alienware-Notebooks. Und die sind typischerweise ohnehin schon gute Gaming-Grundlagen. Die Asus ROG Station XG 2 ist großzügig bemessen und gut ausgestattet, kostet aber auch viel. Unterm Strich ist die Gigabyte Gaming Box wohl die beste fürs Geld – falls Sie noch keine Grafikkarte haben. Ansonsten wird auch der Omen HP Accelerator ab August 2017 interessant. Für 300 Euro bekommen Sie ein gut ausgestattetes Barebone, in das Sie sogar eine Festplatte oder SSD einpflegen können. So outsourcen Sie Ihre Spielebibliothek vom Arbeitsnotebook.

Downloads

Könnte Ihr Notebook ein Upgrade vertragen? Mit unseren Gaming-Benchmarks finden Sie heraus, wie Ihr Rechner abschneidet.