/Experte fordert: Nehmt IS-Familien die Kinder weg!

Experte fordert: Nehmt IS-Familien die Kinder weg!

Dr. Michael Kiefer lehrt am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.
Bild: Universität Osnabrück / picture alliance / dpa

Als Islamwissenschaftler hat Dr. Michael Kiefer das Hauptaugenmerk seiner Forschung auf Radikalisierung gelegt. Jetzt geht der Wissenschaftler mit einer konkreten Forderung auf Familiengerichte und Jugendämter zu: Terrorbereiten und radikalisierten IS-Familien sollen notfalls die Kinder weggenommen werden!

Verfassungsschutz in Sorge: Immer mehr Islamisten schicken ihre Familien nach Deutschland

Mit dieser Forderung bezieht sich Dr. Michael Kiefer, der am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück lehrt, auf den besorgniserregenden Trend, dass islamistische Radikale vermehrt ihre Familien aus Syrien gen Europa schicken.

Davor warnte jüngst Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und erwähnte, dass Frauen und Kinder deutscher Staatsangehörigkeit nach Aufenthalten in Syrien ohne Probleme wieder in die Bundesrepublik einreisen dürften. Wie die “Welt” schreibt, sehe Kiefer in der Kindesentziehung eine Maßnahme, um gegen die gewaltverherrlichenden Tendenzen der potenziellen Attentäter vorzugehen.

Experte fordert: IS-Familien soll das Sorgerecht entzogen werden

Dr. Michael Kiefer empfiehlt den Behörden zudem, auch jenen Familien das Sorgerecht für ihre Kinder zu entziehen, die sich innerhalb Deutschlands radikalisiert hätten. Eine Handhabe böte sich den Behörden, da diese einen “Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung” hätten, der im Sozialgesetzbuch festgeschrieben sei.

Mit dem Entzug des Sorgerechts und der Trennung von Kindern und radikalisierten Familien könne psychischer Schaden beim Nachwuchs verhindert werden, der durch ein von der Gesellschaft abgeschottetes Alltagsleben mit dschihadistischen Grundsätzen verursacht werden könne. Bevor jedoch Kinder aus radikalisierten Familien gerissen werden, seien die Behörden angehalten, Deradikalisierungsprogramme anzubieten und die betroffenen Familien für Therapien zu gewinnen. Erst wenn alle Versuche fehlschlagen würden, sei die Inobhutnahme der Kinder der richtige Schritt, so Dr. Michael Kiefer. Er selbst ist für das Präventionsprogramm “Wegweiser” in Nordrhein-Westfalen tätig.

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loc/rut/news.de