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EU-Satellitenprogramm Copernicus hilft Rettern nach Hurrikan Irma

EU-Satellitenprogramm Copernicus hilft Rettern nach Hurrikan Irma


Oliver Lau

Der Fernerkundungssatellit “Sentinel-1A” des Copernicus-Programms liefert auch nachts und bei bedecktem Himmel Bilder von der Erdoberfläche. Radar machts möglich.

(Bild: ESA/DLR)

Dank Satellit und modernster Technik so gut wie mittendrin: Das EU-Krisenzentrum in Brüssel setzt auf Satellitenbilder, um Hilfsteams in Krisengebieten bei ihrer Arbeit zu unterstützen, nicht nur aktuell nach den Verheerungen des Hurrikans Irma.

Von einem Krisenbewältigungszentrum in Brüssel aus koordiniert die EU derzeit Hilfe für die vom Hurrikan Irma verwüsteten Regionen. Herzstück dabei sind die vom EU-Satellitenprogramm Copernicus gelieferten Erdbeobachtungsbilder, die Zerstörungen ganzer Landstriche dokumentieren, zugleich aber auch auf Stadtviertel einzoomen können.

In der rund um die Uhr besetzten Schaltzentrale in Brüssel voller großer Wandbildschirme laufen zwölf Stunden nach dem Satellitenüberflug Bilder zur Analyse ein und werden an Verantwortliche in der Katastrophenregion weitergeleitet. “Schon bevor Irma die Karibik traf, waren wir pro-aktiv und mobilisierten unsere Hilfsmöglichkeiten im Kontakt mit unseren Leuten vor Ort”, sagt der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, beim Besuch der Zentrale.

Ein Koordinationsteam stehe zur Reise in betroffene Gebiete bereit und Hilfsgelder würden mobilisiert. 28 Karten für von dem Hurrikan verwüsteten Regionen seien bereits erstellt worden, weitere folgten.

Ersichtlich wird dank der Satellitenbilder auch für noch schwer zugängliche Gebiete, wo welche Hilfe benötigt wird. Im aktuellen Fokus des Zentrums stehen neben Irma und dem Erdbeben vor Mexiko die Gewalt in Myanmar und die Hungersnot in Kenia, außerdem auch drohende Waldbrände in Südeuropa.

Das Copernicus-Satellitenprogramm wird aus dem EU-Budget und von den 22 Mitgliedsländern der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) finanziert. Die Daten sind für Nutzer kostenfrei verfügbar. Sie werden außer bei Naturkatastrophen und Überschwemmungen auch in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt, um den Zustand von Pflanzen oder die Trockenheit von Böden zu beurteilen. (dpa) /


(ola)