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Ethereum-Mining: Kryptowährungs-Mainboard für rund 100 Grafikkarten

Ethereum-Mining: Kryptowährungs-Mainboard für rund 100 Grafikkarten


Martin Fischer

(Bild: Biostar)

Biostar hat ein Mainboard angekündigt, das über spezielle Riser-Karten rund 100 Grafikkarten ansteuern kann. Es soll sich daher gut für Kryptowährungs-Schürfer eignen.



Biostar-Mainboard TB250-BTC PRO mit Riserkarten.

Biostar-Mainboard TB250-BTC PRO mit Riserkarten.

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Bild: Biostar



Die Firma Biostar hat das Mainboard TB250-BTC Pro samt Erweiterungskarten angekündigt. Es zielt auf Mining-Rechner für Kryptowährungen und besitzt zwölf ungewöhnlich angeordnete PCI-Express-Steckplätze, um Grafikkarten anzuschließen. Über Riser-Karten und spezielle Kabel lassen sich die Karten außer mit dem PCIe-x16-Slot auch mit 11 PCIe-x1-Slots verbinden. Die vergleichsweise geringe Datentransferrate von PCIe x1 stellt etwa beim Ethereum-Mining keinen Flaschenhals dar. Solche Riser-Karten bietet etwa die Firma Kolink ab rund 15 Euro an (Kolink ZURC-007, PCIe x1 auf x16). Sie leiten das x1-Signal über ein USB-Kabel auf einen externen Steckplatz mit x16-Größe um.

Biostar zeigte auf Facebook nun ein Bild mit speziellen Riser-Karten, die den Datenstrom eines einzelnen x1-Steckplatzes auf bis zu 13 Karten aufteilen. An das TB250-BTC Pro lassen sich acht solcher Riser-Karten anschließen und folglich theoretisch bis zu 104 Grafikkarten betreiben. Die entsprechenden Riser-Karten findet man allerdings noch nicht in Preissuchmaschinen.

Das Biostar-Board TB250-BTC Pro ist im europäischen Ausland bereits ab 175 Euro gelistet, allerdings bisher nicht verfügbar.

Ethereum-Mining-Leistung ausgewählter Grafikkarten mit ethminer (gemessen mit Parameter “-G –benchmark”)
23,4
21,3
23,5
24,7
28,5
19,1
27,7
31,4

Grafikkarten zum Schürfen

Grafikkarten ab 200 Euro eignen sich noch immer gut zum Schürfen der Kryptowährung Ethereum. Die Schürfleistung wird in Megahashes pro Sekunde (MH/s) angegeben. Besonders effizient sind dabei AMD-Grafikarten der Serien Radeon RX 470, Radeon RX 480, Radeon RX 570, Radeon RX 580 und Radeon RX 290/290X sowie 390/390X. Die Nvidia-Modelle GeForce GTX 1060, 1070 und 1080 liefern ebenfalls einen ordentlichen Megahash-Durchsatz, sind allerdings teurer.

Der Ethereum-Boom hat seit Ende Juni zu einer Knappheit und Verteuerung bestimmter Grafikkarten-Modelle geführt. Mittlerweile ist der Ethereum-Euro-Kurs von seinem Hoch im Juni von knapp 350 Euro auf derzeit gut 250 Euro gefallen.

AMD-Grafikkarten schürfen Ethereum über die OpenCL-Schnittstelle, Nvidia-Grafikkarten nutzen derweil CUDA. Zum Rechnen lassen sich auch mehrere Grafikkarten gleichzeitig direkt ansprechen – ein Zusammenschalten via AMD Crossfire oder Nvidia SLI ist nicht nötig. Eine Anleitung zum Schürfen von Ethereum finden Sie auf heise online.


(mfi)