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EOS 200D: Erste Bilder mit Canons neuer Kompakt-DSLR


Die EOS 200D soll vor allem mit geringen Abmessungen überzeugen, doch auch bei den Inneren Werten hat Canon nachgelegt. Mit einem neuen 24-Megapixel-Sensor ist die Kamera bei der Bildqualität nun auf dem aktuellem Stand der APS-C-Klasse.

Mit besonders kompakten Abmessungen soll Canons EOS 200D Käufer gewinnen. Im Vergleich zur Vorgängerin 100D wurde das neue Modell mit einem Klappdisplay ausgestattet und technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Zur Präsentation der Kamera in Berlin hatte c’t Fotografie Gelegenheit für erste Testaufnahmen.

Der APS-C-Sensor löst jetzt mit 24 statt 18 Megapixeln auf, auch der aktuelle Digic 7-Bildprozessor ist mit an Bord. Damit ist die kleinste EOS-DSLR in beiden Punkten technisch auf einer Höhe mit den teureren Modellen wie der EOS 800D und EOS 80D. Mit der Integration des Dual Pixel CMOS AF geht nun auch das Fokussieren im Live-View-Modus und bei Videoaufnahmen ähnlich komfortabel vonstatten wie bei den größeren Modellen. Gleich geblieben ist hingegen die Anzahl der AF-Punkte des herkömmlichen Phasen-Autofokus: Nach wie vor sind hier lediglich neun Messfelder verbaut und nur einer davon ist als Kreuzsensor ausgelegt.

Die Testbilder haben wir mit dem Objektiv EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS STM aufgenommen. Alltagssituationen meistert die 200D damit gut, die Fotos zeigen viele Details, die Schärfe überzeugt. Bei Aufnahmen in dunklen Umgebungen gerät die Kamera aber schnell an ihre Grenzen: In der 100-Prozent-Ansicht ist bereits bei Bildern ab ISO 1600 deutliches Bildrauschen sichtbar, ab ISO 6400 nehmen auch die Details stark ab. Dennoch: Größere Patzer leistet sich die EOS 200D nicht, insgesamt entspricht die Abbildungsleistung – auch aufgrund der nun einheitlichen Sensortechnik – dem derzeitigen Standard in Canons APS-C-Klasse. Wer auch bei wenig Licht mehr Details abbilden möchte, dem bleibt nur der Griff zum Vollformat.