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Elon Musk: Tesla, Tunnel, Hyperloop und Pläne Teslas neuer Tunnel-Blick

— 02.11.2017

Teslas neuer Tunnel-Blick

Tesla-Chef Elon Musk hat ein neues Foto seines geplanten Tunnels unter L.A. veröffentlicht – und bei Twitter gleich den Stand der Dinge verkündet.

(dpa/cj) Elon Musk geht in den Untergrund. Der umtriebige US-Milliardär und Tesla-Chef hat bei Twitter und Instagram ein neues Foto seines geplanten Highspeed-Tunnels unter Los Angeles veröffentlicht. Ursprünglich stammt es von der Website seiner Tunnelbaufirma “The Boring Company”. Das Bild ist auf den ersten Blick eher unspektakulär und zeigt offenbar die ersten 150 Tunnelmeter, gelegen in der Nähe seines SpaceX-Hauptquartiers im Stadtviertel Hawthrone. Wie Musk weiter twitschert, soll die Röhre schon in drei bis vier Monaten zwei Meilen (gut 3,2 Kilometer) lang sein und “hoffentlich” in einem Jahr nach Nordwesten bis zum Highway 101 reichen.

Geplanter Teil eines Hyperloop-Netzwerkes

Musk hatte im April 2017 angekündigt, am SpaceX-Headquarter mit den Tunnelbauarbeiten beginnen zu wollen. Fast zeitgleich verkündete er via Twitter: “Das Warten auf Godot hat ein Ende. Die Bohrungen haben begonnen, das erste Tunnel-Segment für L.A. ist fertig.” Dann schob er zwei Videos nach, auf denen ein Schacht mit Tunneleingang sowie das Stahlgerüst für den geplanten Auto-Fahrstuhl zu sehen ist. Nach seiner Vorstellung soll der Tunnel in Zukunft Teil eines umfangreichen Hyperloop-Netzwerkes zum schnelleren Transport von Personen und Gütern sein. Unter anderem sollen in der Unterwelt autonome Tesla verkehren und so den Dauerstau in der kalifornischen Metropole umgehen. Denn seit Februar 2017 ist Los Angeles mit seinem berühmt-berüchtigten Freeway 405 laut einer neuen Statistik die Stadt mit den meistverstopften Straßen weltweit. Auch ein kurzes Video, in dem ein Model S im Boden verschwindet, gibt es bei Instagram. Dabei handelt es sich, so der Titel des Posts, um einen Test des Auto-Aufzugs seiner Tunnelbaufirma.

So fühlt sich Tempo 324 an

Jüngst gewannen Münchner Studenten einen Wettbewerb von Elon Musks Raumfahrtunternehmens SpaceX zum geplanten Hochgeschwindigkeits-Verkehrsmittel Hyperloop. Auf 324 Stundenkilometer beschleunigte ihre Transportkapsel in einer 1,25 kilometerlangen Teströhre, teilte die Studentenorganisation “Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt” (WARR) mit, einem Institut der der Technischen Universität München. Der Hyperloop ist eine weitere Vision von Elon Musk: In Kapseln sollen Menschen per Unterdruck mit Schallgeschwindigkeit durch Röhren von Stadt zu Stadt reisen. Musk nannte die Fahrt der Münchner Kapsel “unglaublich” und veröffentlichte dieses Video ihrer Fahrt durch die Röhre auf Twitter:

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Nicht nur Visionär, sondern auch Macher

Elon Musk gründete nicht nur Tesla, sondern auch das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX und die Solarenergiefirma SolarCity.

Das Problem für alle, die die Idee als komplette Spinnerei abtun wollen: Musk ist sowohl Visionär als auch Macher. Für seine unterirdische Vision gründete der 46-Jährige die “Boring Company”, die weniger mit “langweiliges Unternehmen”, sonders eher als “bohrende Firma” übersetzt werden sollte. Mit einem Augenzwinkern hat Musk auf Twitter nach einem Namen für seine “Bohrmaschine” gesucht (siehe unten). Und sogar ein animiertes Video für den Tunnel-Traum von L.A. gibt es. Darin wird ein Tesla am Stauende von einer Art Aufzug in die Unterwelt hinabgelassen, wo er mit 200 km/h über ein ausgeklügeltes Schienensystem befördert wird.