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Elektronik-Upcyling: 3D-Drucker für 10 Euro

Elektronik-Upcyling: 3D-Drucker für 10 Euro


Helga Hansen

Drei Tintenstrahldrucker, ein alter Scanner und Pappkisten – dank geschicktem Upcycling hat ein italienischer Schüler einen Arduino-basierten 3D-Drucker gebaut, dessen neue Bauteile mit gerade mal 10 Euro zu Buche schlagen sollen.

Mit ihren großen Keksverpackungen sieht die Konstruktion von Michele Lizzit schon etwas abenteuerlich aus. Trotzdem funktioniere sein 3D-Drucker mit Bauteilen aus alten Tintenstrahldruckern und Scannern, so der italienische Schüler, und drucke sogar mit einer Auflösung von 33 Mikrometern. Allerdings sei der Drucktisch, eine Pappe eines Amazon-Kartons, sehr wacklig. In einem Video zeigt er einen ersten Testdruck.

Auf den Preis von 10 Euro kommt Lizzit mit einem Hotend (4 Euro), Arduino nano (1,50 Euro), L298-Schrittmotor-Treiber (1,50 Euro), drei A498-Steppermotor-Treibern (3 Euro) und ein BDX5-Darlington-Transistor (unter 1 Euro). Alle anderen Teile wie Linearführungen und Motoren hat er aus alten Geräten ausgebaut, wie etwa DC-Motoren mit Positionsgebern aus Tintenstrahldruckern. Im Vergleich zu Schrittmotoren verbrauchten sie weniger Strom und böten mehr Regelungsmöglichkeiten: Künftig solle der Drucker sich selbst überwachen und etwa mit Drehgebern verstopfte Extruder erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Die bisher entstandene Firmware seines Drucker hat Lizzit auf Github zum Download zur Verfügung gestellt.

Selber bauen

Wer ebenfalls einen 3D-Drucker aus Elektronikresten bauen möchte, sollte sich die Software Retr3D anschauen. Sie analysiert die vorhandenen Bauteile und berechnet daraus einen 3D-Drucker mit Verbindungsteilen, die wiederum selbst gedruckt werden können.


(hch)