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Einen Satz heiße Ohren: Aktuelle Gaming-Headsets im Test

Voll auf die Lauscher

| von Karsten Bunz

Gaming-Headset – Test und Vergleich

Egal ob im Multiplayer-Game zur Kommunikation mit Ihren Mitspielern oder, weil Sie in einem Single-Player nachts Ihre Mitbewohner nicht stören möchten: Headsets sind aus den verschiedensten Gründen beim Spielen nicht mehr wegzudenken. Wir haben uns einmal drei neue Vertreter genauer angeschaut.

Corsair Void RGB Wireless:

Corsair engagiert sich schon sie längerem in der Gaming-Szene und kann immer wieder mit guten Produkten überzeugen. Ob das auch im Falles des aktuellen Void RGB Wireless der Fall sein wird? Auf den ersten Blick fällt auf, dass das 7.1 Headset bis auf den metallenen Kopfbügel ganz aus Kunststoff gefertigt und absolut stabil ist. Für die Ohrmuscheln werden angenehme Kunststoffpolster mitgeliefert, die Ihnen einen guten Tragekomfort garantieren.

An der linken Muschel befindet sich, neben einigen Funktionstasten wie die An-/Aus-Taste oder die Lautstärkeregelung auch das herunterklappbare Mikrofon. Der Mikrofonarm ist überaus flexibel und lässt sich deshalb gut auf den Headset-Träger einstellen. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenzmodell ist beim Void RGB Wireless ein 7.1 Soundchip direkt im Headset verbaut: Dieser sorgt für eine wunderbare Raumklangerfahrung.

Das gilt übrigens nicht nur für das Gaming sondern auch für Musikwiedergabe und vor allem beim Schauen von Filmen. Gesteuert wird das Headset über die Corsair Utility Engine, die Ihnen die notwendigen Treiber gleich mitliefert. In der Software können alle notwendigen Einstellungen vorgenommen werden.

Beim Spielen fällt neben dem guten Sound auf, dass die Wireless-Bauweise sehr angenehm ist: Es gibt keine störenden Kabel, die sich irgendwo verheddern können. Das Laden des Akkus dauert via USB-Kabel 2 bis 3 Stunden und reicht dann für ca. 17 Stunden Spielspaß, je nach den persönlichen Einstellungen. Dank des geringen Gewichts von etwas mehr als 300 Gramm und des sehr guten Tragekomforts lassen sich auch stundenlange Gaming-Sessions problemlos bewältigen.

Das Void-Headset ist auch in verschiedenen Farben erhältlich

Fnatic Gear Duel: Federleicht im Eigenbau

Wenn man den Karton des Duel Headsets öffnet, fallen einem sofort die vielen Tüten ins Auge. Der Grund dafür ist absolut simpel: Der Gaming Kopfhörer wird in Einzelteilen ausgeliefert und ist komplett aus Kunststoff gearbeitet. Aber keine Angst, der Zusammenbau dauert nur ein paar Minuten, ist leicht zu bewerkstelligen und tut der Qualität des Kopfhörers überhaupt keinen Abbruch – alles ist sauber und ordentlich verarbeitet.

Bedingt durch seine Herstellung aus stabilem Kunststoff bringt das Headset keine 300 Gramm auf die Waage und bietet Ihnen so über Stunden einen überaus bequemen Tragekomfort. Der Klang ist sehr gut – egal vor welche Aufgaben Sie das Duel stellen. Auch die Wiedergabe von Musik stellt es vor keinerlei Probleme. Gleiches gilt für das mitgelieferte Mikrofon. Dieses wird an die Ohrmuschel angesteckt und lässt sich ebenfalls für andere Aufgaben nutzen. Seine Vorteile spielt es insbesondere bei Teamspeak aus, da wird die Sprache klar und deutlich übermittelt. Da der Kopfhörer direkt über Klinkenstecker mit dem PC verbindet, entfällt die Installation von Treiber- oder Steuerungssoftware.

Insgesamt merkt man dem Headset deutlich an, dass es aus der Profi-Gaming-Szene heraus entwickelt wurde. Neben der guten Soundqualität ist das Headset stundenlang angenehm zu tragen -auch für Brillenträger. Und der modulare Aufbau ermöglicht das schnelle Austauschen von Bauteilen.

Der modulare Aufbau erleichtert den Austausch defekter Teile

Teufel Cage: Gaming-Headset vom Sound-Profi

Bislang hat das Berliner Unternehmen Teufel vor allem durch hervorragende Heim-Kino-Anlagen, Soundbars und HiFi-Headsets von sich Reden gemacht. Mit dem Cage bringen die Berliner ihr erstes Gaming Headset auf den Markt. Wir haben die Chance genutzt und das Gerät einmal genauer unter die Lupe genommen.

Zum Lieferumfang gehört neben einem 3 Meter langen USB-Kabel auch ein gut 1,3 Meter langes Klinkenkabel. Damit können Sie das Headset an Ihr Smartphone anschließen und das auch beim Spielen. Denn das Teufel lässt beide Betriebsmodi parallel zu. So verpassen Sie auch beim Zocken kein einziges Telefonat. Lediglich die Soundabstimmungen zwischen PC und Handy müssen Sie noch manuell vornehmen.

Apropos Sound; Da spielen die Berliner ihre ganze Erfahrung als Trumpfkarte aus: Sowohl Musik als auch Gamingsound gibt das Teufel-Headset klar wieder und verzichtet auf starke Bässe. Diesen können Sie natürlich am PC via Software auf die Sprünge helfen, wenn Ihnen danach ist. Auch das virtuelle 7.1 kann beim Spielen von Shootern dank integriertem Soundchip und USB-Anschluss überzeugen – die Geräusche lassen sich klar orten. Die Einstellungen nehmen Sie in der Software „Teufel Audio Center“ vor – diese ist einfach zu nutzen und legt ihren Fokus auf das problemlose Einstellen des Sounds.

Die Verarbeitung des Headsets lässt keine Wünsche offen: Halterungen der Ohrschalen aus Aluminium, Bügel aus einem Kunststoff und-Metall-Mix sowie Ohrschalen aus Memory Foam mit einem Überzug aus Kunstleder und ein Gewicht von ca. 280 Gramm machen das Headset zu einem angenehmen Begleiter – und das auch für viele Stunden.


Das Cage Gaming-Headset direkt bei Teufel ansehen

Teufel trumpft mit einem einzigartigen Feature auf – ein Parallelbetrieb von Smartphoneklinke und Gaming-Rechner

Fazit:

Bei keinem der Headsets lässt sich ein Makel feststellen der mich dazu bringen würde, von diesem abzuraten. Ganz im Gegenteil: Alle Modelle überzeugen mit ausgesprochen guter Soundwiedergabe und auch die Sprachqualität innerhalb verschiedener Games oder Messenger-Dienste bietet keinen Anlass zu Kritik.

Wenn Sie auf zusätzlich Software verzichten möchten, dann sei Ihnen der Fnatic Gear Duel an Herz gelegt.

Sollten Sie auf der Suche nach einem kabellosen Headset sein, dann ist der Corsair Void RGB Wireless einen Blick wert.

Mein Geheimtipp ist der Teufel Cage: Er hat mich mit seinen Klangeigenschaften und seinem Tragekomfort – auch als Brillenträger überzeugt. Aber wie immer ist das eine rein subjektive Entscheidung. Denn auch seine beiden Mitstreiter konnten mich vollends überzeugen.